Heft 1/295 Februar 2006

 
LVaktuell

Heft 1 / 295

Februar 2006
 

Inhalt:
Helau
Region München und Umgebung
Redaktionsschluss
Region Unterfranken
Hinweis
Region Schwaben / Allgäu - Oberbayern-Süd
Region Mittelfranken-West
Region Oberbayern-Ost
Aus unseren Mitgliedsvereinen
Sammlerschutz informiert
Jurorenarbeit (Teil I)
Großtauschtag Rosenheim
Ein philatelistischer Fund
Der Verband Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine (V.O.B.) stellt sich vor (II)
Die LV-Website in zarter Frauenhand
Junge Briefmarkensammler in Bayern
  

Helau!
  

Faschingszeit ist Narrenzeit: Wir verkleiden uns, schminken uns, gehen aus und sind fröhlich! O.K.!
 
Mich bewegt jedoch die Frage, ob wir uns selbst immer gewollt zum Narren machen oder uns bisweilen doch auch zum Narren machen lassen. Dann allerdings ungewollt ... 
 
Wir kaufen

  • z.B. Fälschungen und Verfälschungen im Internet (anstatt uns beraten zu lassen oder Literatur zu lesen) weil die Marken so unglaublich günstig sind
  • z.B. Numis-Briefe, weil die Ausgaben so unglaublich aktuell sind
  • z.B. postfrische Neuheiten, weil man sie braucht um komplett zu sein (anstatt auf dem Tauschtag gestempelte Marken zu suchen – sprich: zu sammeln!!!)
  • z.B. den zweitausendfünfhundertunddreiunddreißigsten „gleichen“ Beleg (sogar in Ausstellungssammlungen zu beobachten)
  • und diverse Dinge mehr (ich nenne euch gerne weitere „flops“ auf Anfrage!).

Das tollste und interessanteste ist doch, dass wir uns nur im Fasching gewollt zum Narren machen, den (unendlich) langen Rest des Jahres aber ungewollt.
 
Wirklich ungewollt? Jeder ist doch seines eigenen Glückes Schmied  und für sich selbst verantwortlich! Der Landesverband kann nur versuchen euere Augen zu öffnen – aufmachen müsst ihr sie schon selbst!

Um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich darf (und soll) jeder sammeln was er will! Ich habe mir diese Bemerkungen auch nur erlaubt, weil sich in den letzten Jahren die Klagen über den Wertverfall der Sammlungen gehäuft haben. Deshalb sollten wir uns über die Zukunft unseres Hobbys vielleicht eher heute als morgen Gedanken machen (Übrigens: Diese Aussage gilt nicht für Millionäre ...).
 
Trotzdem: Helau! – und wir sehen uns bei der IBB im März in München?!
 
Euer
 
LUDWIG GAMBERT
1. Vorsitzender LV Bayern
 
Auch ja, was ich noch sagen wollte: Mit dem Geld, das man bei unsinnigen Käufen spart, lässt es sich prächtig ausgehen im Fasching! Ein dreifach donnerndes: Denk nach! Denk nach! Denk nach! - Helau!

Region München und Umgebung
 

Es ist wieder soweit:
 
Vom
2. März bis 4. März 2006 öffnen sich die Toren zur diesjährigen Internationalen Briefmarken-Börse München. Rund 100 Fachhändler und Postverwaltungen aus dem In- und Ausland präsentieren ihre gesamte Produktpalette, die vom Kleinwert bis zur Rarität. Der Sammlerservice der Deutschen Post bringt am ersten Messetag drei neue Sonderpostwert- zeichen an ihre Schalter. Auch kommen drei verschiedene Sonderstempel zum Einsatz. Eine entsprechende attraktive Messeganzsache hat die Deutsche Post auch im Gepäck. Sie zeigt „urbayerische“ Motive vor blau-weißem Hintergrund. Als Wertstempel ist das Motiv des neuen Sonderpostwertzeichens „1200 Jahre Ingolstadt“ vorgesehen.
 

Zur Messeeröffnung ist eine offizielle Markenüber- gabe mit Staatssekretärin Dr. Barbara Hendricks aus dem Bundesfinanzministerium geplant. Im Rahmen der Eröffnungsfeier (Beginn: 12 Uhr) im „Forum für Sammler“ wird ein neues Postwertzeichen offiziell an die Sammlerschaft übergeben. Dabei handelt es sich um die Sonder- marke „Frühling“ aus der Serie „Post“. Diese Serie hat sich gerade in letzter Zeit mit jahreszeitlichen Motiven als echter „Renner“ an den Schaltern erwiesen. . Leider wird dieses Postwertzeichen noch nicht auf der Internationalen Briefmarken-Börse München zur Verfügung stehen, da der Ersttag auf den 13. April 2006 festgesetzt wurde. Mit Stempel vom Ersttag 2. März 2006 sind dagegen die neuen

Sondermarken „Dienst am Nächsten – Mit den Händen sehen“, „1200 Jahre Ingolstadt“ und „225. Geburtstag Karl-Friedrich Schinkel“ einsetzbar.
 
Der Schwerpunkt im Ausstellungsbereich steht unter dem Zeichen

– 200 JAHRE KÖNIGREICH BAYERN -
Die Sonderschau „Bayerns Geschichte im Großformat“ von
Horst Zeisig bringt anhand großformatiger Briefmarken-Fotos Personen und historische Meilensteinen aus Bayern dem Publikum näher. Dieses „neue“ Konzept wurde in zurückliegenden Jahren mit unterschiedlichen Themen in Rathäusern, Bibliotheken, Museen, Schulen und Banken, also an ganz „normalen Orten“ mit viel Publikumsverkehr, ausgestellt. In diesem Konzept werden zum  Motiv passende Briefmarken im Mittelpunkt gestellt. Dazu werden Vergrößerungen der Marken mit prägnanten Texten versehen und erleichtert so den Betrachtern den Zugang zum Thema.

Auf der IBB können die Besucher rund 40 ausgewählte Bayern-Motive betrachten. Die Marken wurden in Hinblick auf historische Ereignisse, Stadtgründungen sowie Geburts- und Sterbetage herausragender Persönlichkeiten ausgerichtet. Die Ordnung wurde nach historischen Gesichtspunkten ausgesucht, nicht nach dem Erscheinungsjahr. „Ein solcher Gesichtspunkt steht normaler Weise nicht im Mittelpunkt einer philatelistischen Ausstellung“, stellt Horst Zeisig fest. Es werden keine philatelistischen Sensationen versprochen. Er verdeutlicht durch die Vergrößerungen ihre subtile Differenzierung auf kleinstem Raum.
 

Das „Zentrum Philatelie“ ist der Dreh- und Angelpunkt des Landesverbands Bayerischer Briefmarken- sammler- Vereine e.V. Auch die Organisatoren der Rang 3-Ausstellung vom Bayerischen Briefmarken- Sammler- Verein von 1883 München e.V. und dem Verband Oberfränkischer Briefmarken- sammlervereine stehen allen Interessierten für alle Fragen rund um das Sammeln zur Verfügung. Erstmals gemeinsam organisieren der Verband Oberfränkischer Briefmarken-Sammler-Vereine und der Bayerische

Briefmarken-Sammler-Verein eine Wettbewerbsausstellung mit Jugendklasse. Hier sind regionale Exponate neben thematischen Sammlungen und Literaturbeiträgen zu sehen.
 
Die wachsende Bedeutung des Internets für das Sammeln demonstriert der Landesverband Bayern online. Doch es geht nicht nur um die Beratung der Sammler, die in unsicheren Zeiten hoch im Kurs steht: Man kann auch etwas gewinnen. Der Landesverband Bayern des Sammlerverbandes BDPh hat wieder ein Gewinnspiel angekündigt, bei dem interessante philatelistische Preise zu gewinnen sind. Deshalb sollten die Besucherinnen und Besucher auch dann das „Zentrum Philatelie“ aufsuchen, wenn sie eigentlich meinen, dass ihre Informations- fragen schon an anderer Stelle ausreichend beantwortet wurden.
 
Und was wäre eine Internationale Briefmarken-Börse ohne ein spezielles Angebot für junge Sammler? Der Landesring Bayern hat eine Tombola angekündigt, die allen Nachwuchs- sammlern offen steht, die etwas gewinnen wollen.
 
Der Jugendbereich befindet sich direkt neben den Erwachsenen. Selbstverständlich legen die Organisatoren der Ausstellung viel Wert darauf, dass in der Ausstellung Exponate jugendlicher Sammler vertreten sind. Die Messebesucher können den Leistungsstand dieser Sammler selbst beurteilen.
 

Der Treffpunkt der Sammler wird wie im letzten Jahr das „Forum für Sammler“ sein. Die Briefmarken- gestalterin Irmgard Hesse stellt ihre Arbeit vor. Seit 1997 hat die Münchnerin elf Sonderpostwert- zeichen bereits gestaltet. Die 38jährige Grafikdesignerin startete ihre „Briefmarkenkarriere“ mit dem Marken- entwurf zum 100. Geburtstag von Sepp Herberger, der am 16. Januar 1997 an die Postschalter kam. Ihr neuestes Werk ist die Sondermarke „Wolfgang Amadeus Mozart“, die am 2. Januar 2006 erschien und den Musikus in bunten Farben als Pop-Star inszeniert. Im „Forum für Sammler“ stellt sie ihre Arbeit, die sich keineswegs auf Briefmarken beschränkt, am Freitag, 3. März 2006 um 11 Uhr dem Messepublikum vor.
 
Im „Gespräch mit MICHEL“ besteht die Gelegenheit,

Neues aus dem Hause Schwaneberger kennen zu lernen und Fragen an Redaktion und Geschäftsführung zu stellen. Täglich wird im Forum das neue Preisfindungssystem „epriso“ vorgestellt, das helfen soll, einen genauen Marktüberblick bei Internet- Versteigerungen zu bekommen.
Das Programm will für alle nützlich sein, die einzelne Artikel oder ganze Sammlungen preislich bewerten wollen oder müssen.
 
Ein Interessantes Thema wird im „Forum für Sammler“ durch Herrn
Jürgen Neef vorgetragen. Der Zentrale Kurierdienst der DDR ist für „viele“ Sammler ein Fragezeichen. So das nach dem Besuch des Referates, ein neuer Blickwinkel vorhanden sein wird.
 
Wie es schon seit der ersten IBB vorhanden, werden wieder einige
ArGen den Sammler ihre Angebotspalette vorstellen.
So wird der
Verbandsprüfer Dieter Hettler aus Hamburg am Stand der Arbeitsgemein- schaft „AM-Post“ zu festen Zeiten anwesend sein, um Fragen der Sammler kompetent zu beantworten. Die Termine auf der Internationalen Briefmarken-Börse München 2006 sind:
Freitag, 3. März 2006 von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr
Samstag, 4. März 2006 von 10:00 bis 12:00 Uhr.
Auch die Arbeitsgemeinschaft Zeppelinpost wird auf der IBB vertreten sein. Diese  rund 250 Mitglieder zählende Gemeinschaft ist auf der ganzen Welt vertreten.
 
Im Einzelnen sind folgende ArGe vertreten:

  • Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V.,
  • Arbeitsgemeinschaft Alliierter Kontrollrat 1946/48 e.V.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft AM Post e.V.
  • INFLA Berlin
  • Motivgruppe Eisenbahn
  • Arbeitsgemeinschaft Bautenserie 1948
  • Arbeitsgemeinschaft Estland,
  • Arbeitsgemeinschaft Zeppelinpost
  • Arbeitsgemeinschaft Germaniamarken

Inmitten aller Philatelistischen Aktivitäten steht die Münchner Bibliothek ihren „Mann“. Dort werden die neuesten Literaturzugänge aus aller Welt präsentiert. In den Vitrinen kann eine Auswahl dekorativer Werke aus dem Sammlungsbestand besichtigt werden, die zu den Themen der Messe passen. Jedem Interessierten wird eine Einführung in die Suche im Bibliotheks- bestand über den Online-Katalog geboten, schließlich nutzen auch viele auswärtige Sammler den Service der Münchner.
Infos unter
www.muenchner-stadtbibliothek.de
 
Die Briefmarken-Börse auf einen Blick:
 
Öffnungszeiten
Donnerstag, 2. März 2006, 10 – 18 Uhr
Freitag, 3. März 2006,  10 – 18 Uhr
Samstag, 4. März 2006,  10 – 16 Uhr
 
Eintrittspreise
Freier Eintritt für alle
 

Redaktionsschluss
 

Heft

Ausgabemonat

Redaktionsschluss

2/296

Juni 2006

1. April 2006

3/297

Oktober 2006

1. August 2006

1/298

Februar 2007

1. Dezember 2006

2/299

Juni 2007

1. April 2007

3/300

Oktober 2007

1. August 2007

1/301

Februar 2008

1. Dezember 2007

Region Unterfranken
 

Nachdem die kurze Winterpause philatelistischer Veranstaltungen endlich vorbei ist, laden auch die unterfränkischen Briefmarkensammlervereine zu den für uns Sammler so wichtigen Großtauschtagen und Briefmarkenbörsen ein.
 
Bereits für Sonntag, den
19.03.2006, lädt die 26. WÜRZBURGER BRIEFMARKEN- BÖRSE in der Zeit von 9:00 – 16:30 Uhr nicht nur die Würzburger Briefmarkensammler ein. Die Traditionsveranstaltung in der großen TGW-Halle, Heiner-Dickreiter-Weg 1, am Autobahn- zubringer zur A 3, Ausfahrt WÜ-Süd (Heidingsfeld) direkt am Main gelegen, ist alljährlich Treffpunkt großer und kleiner Sammler aus ganz Bayern, aus Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen, aber auch darüber hinaus. Nicht nur das Team „Erlebnis: Briefmarken“ der Deutschen Post wird einmal mehr sein vielfältiges Angebot mitbringen, auch 16 Berufsphilatelisten werden die Sammlerherzen höher schlagen lassen. Die Devise für alle Besucher lautet einfach: „Kaufen / tauschen / verkaufen“.
 
Und sollten Sie liebe Leserin, lieber Leser den Besuch bisher nicht gewagt haben, dann seien Sie hiermit herzlich zur 26. WÜRZBURGER BRIEFMARKENBÖRSE eingeladen! Ihre Familien- angehörigen können gleichzeitig die Sehenswürdigkeiten Würzburg kennen lernen. Informationen erhalten Sie gerne am Vereinsstand.
 
Bereits eine Woche später lädt die
Briefmarkensammlergemeinschaft Marktbreit für Sonntag, 26.03.2006, 9 – 15 Uhr, zum alljährlichen Großtauschtag ins Schützenhaus, Schützenstr.2, des romantischen Mainstädtchens ein. Sie erreichen Marktbreit einfach über die A 7 Würzburg – Ulm, Ausfahrt Marktbreit.
 
Und wegen der reduzierten LV-aktuell-Ausgaben sei auch gleich noch auf den attraktiven Groß- tauschtag am Sonntag,
11.06.2006, 9:00 – 15:00 Uhr, nach Bad Neustadt, Stadthalle, An der Stadthalle 2, hingewiesen. Auch hier treffen sich wie immer Briefmarkenhändler und Briefmarkensammler. Sie sind ebenfalls herzlich willkommen!

Walter Gabriel
 

Hinweis
 

Wenn Sie Änderungen der Email-Adressen Ihrer Vorstandsmitglieder nicht melden, können Sie wichtige Mitteilungen der Geschäftsstelle auch nicht empfangen. Vom BDPh gemeldete Adressenänderungen, Unzustellbarkeiten und Todesfälle werden aus Kostengründen nur auf diesem Weg weitergegeben.

Region Schwaben / Allgäu - Oberbayern-Süd
 

Die Region Schwaben/Allgäu – Oberbayern-Süd hat gleich 4 mal gefeiert. Eine kleine Nachlese dazu. Der Kemptener Philatelisten Klub begann sein 40. Vereinsjubiläum mit seinem 5. Allgäuer Briefmarken Tauschtag am 26. Feb. 2005 mit einer Börse und Ausstellung, wobei sogar das Regionale Fernsehen einen Beitrag, Teile der Ausstellung und Bericht des 1. Vorsitzenden, H. Lehner sendete. Wir waren zu Gast im Vereinslokal des 2. Kemptener Briefmarkensammler Vereins im Haus Hochland. Natürlich hatte zum 40 jährigen der Philatelisten Klub eine eigene Briefmarke bei der Österreichischen Post drucken lassen. Ebenso hatte der 1. Vorsitzender H. Beck des Briefmarkensammler- Verein Kempten 3 Monate vorher zu der Börse eine eigene Marke drucken lassen. Beide Marken fanden reißenden Absatz. Nach Schließung der Börse war von mir zu einem Tischrunden Gespräch eingeladen. Herr Jörg Maier durfte ich für den Landesverband begrüßen, ebenso H. Zellhuber und H. Toussaint von den Weilheimer Briefmarkensammlern. Dann aber wurde abends im Vereinslokal Bergcafé in Lenzfried zum Höhepunkt gestartet. Das kalt-warme Buffet wurde unter musikalischer Begleitung eingenommen, Verdienstnadeln und Treunadeln konnte H. Lehner den Jubilaren an das

Revers heften. Es war ein gelungener Abend mit viel Freude und Herzlichkeit und zum Schluss konnte ich als Überraschung Herrn Lehner die fast fertig gestellte Chronik des Vereins überreichen.
 
Am 12.04.05 feierten die Briefmarkenfreunde Marktoberdorf mit einem Festessen im Hotel Sepp in Marktoberdorf sein 50 jähriges Vereins- jubiläum. Viele treue Mitglieder wurden geehrt. Teil 2 zum 50 jährigen Vereinsjubiläum waren die Sammlerbörse mit Sonderpostamt und Sonder- stempel und eine Thematische Sonderausstellung

am 26.7.05 in der Stadthalle „Modeon“. Natürlich auch begleitet von einer eigenen Marke.
 
Vom 15.4.-17.4.05 feierten die Weilheimer Briefmarkensammler ihr 50 jähriges Vereinsjubiläum und zugleich ihren 1. Vorsitzenden Herrn Zellhuber, der genauso „alt“ ist wie sein Verein,  mit einer Ausstellung und Börse. 50 Jahre Vereinsvorsitz und immer anwesend, das ist tief beeindruckend und seine benachbarten, befreundeten Vereinsvorsitzenden überreichten ihm dafür den „Schwarzen Einser“, allerdings nur auf Krawatte.
 
Am 15. August 05 machte die St. Paulus Gruppe aus St. Ottilien zu ihrem 25. jährigen Vereinsjubiläum einen Jubiläumsausflug an den Tegernsee, nach Hinterriß in die Eng. Nach einer Dankmesse und einem gemütlichen Mittagessen ging es mit der Bummelbahn in die Eng. Das Wetter machte uns leider einen Strich durch die Rechnung, aber das machte unserer frohen Gemeinschaft nichts aus.
 
Ich danke allen, dass ich mitfeiern durfte.

Regionalbeirätin Gertrud Vahlbruch.

Vorschau: Der 6. Allgäuer Briefmarken Tauschtag mit Börse und Ausstellung ist am 12. März 2006, ebenfalls im Haus Hochland in Kempten.
 

Region Mittelfranken-West
 

Im nächsten Jahr werden in Ansbach Briefe befördert, die „ungewöhnlich“ sind: Es sind Briefe aus Österreich mit Ansbacher Motiven. Durch die Initiative des Briefmarkensammler-Verein wurde  ein Gestaltungswettbewerb durchgeführt, wobei über 1000 Arbeiten von Jugendlichen abgegeben wurden.
 
Bei der Flut der Arbeiten war der 1. Vorsitzende Paul Meierhöfer „absolut überwältigt“.
 
Nach längeren Gesprächen blieben davon 218 Entwürfe, welche die Juroren Siegfried Blank, Amt für Kultur und Touristik, sowie die beiden Stadträte Elvira Frauenschläger und Thomas Deffner vor die Qual der Wahl stellten.
 
Welche und ob die Entwürfe auch tatsächlich einmal auf den Marken zu sehen sein werden, ist noch abzuwarten, sagte der 2. Vorsitzende Lothar Leibrock. Erst nach dem anstehenden Digitalisieren der Entwürfe hat man die endgültige Druckvorlage. Erst dann können genauere Aussagen dazu getroffen werden.

CW
 

Region Oberbayern-Ost
 

TAG DER BRIEFMARKE 2006
 
vom
23. - 24. September 2006
 in Ebersberg, Volksfesthalle
 
Ein Umfangreiches Programm erwartet Sie.
Wir feiern das Volksfest der Philatelie mit unseren Gästen.
 
Briefmarkensammler-Verein Grafing-Ebersberg e.V.

Aus unseren Mitgliedsvereinen
 

Briefmarkenfreunde Dinkelsbühl-Feuchtwangen (01 021):
 
Neuer Vereinstreff:
Gaststätte „Weißes Roß“ Marktplatz, Schopfloch, jeden zweiten Mittwoch des Monats,
Beginn 20:00 Uhr
 
Briefmarken- und Münzsammler-Club Pocking e.V. (01 145)
 
Neue Vorsitzende:
Frau Petra Mieser, Tel. 08531 / 91 48 63
 
Briefmarken-Sammler-Verein-Lichtenfels e.V. (01 183):
 
Neuer Vereinstreff:
Hotel-Gasthof „Preussischer Hof“, Bamberger Strasse 30, 96215 Lichtenfels.
Jeden 1. und 3.  Freitag im Monat um 20:00 Uhr
 

Sammlerschutz informiert
 

Umtauschfrist für Pfennig- und DM-Briefmarken wirksam
 
Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat entschieden, dass die Deutsche Post AG den Umtausch so genannter Pfennig- und DM-Briefmarken gegen neue Euro-Marken wirksam bis zum 30. Juni 2003 befristet hat.
 
Anlässlich der Währungsumstellung von Deutsche Mark auf Euro Anfang 2002 erklärte das Bundesministerium für Finanzen gemäß § 43 Abs. 1 PostG, dass Postwertzeichen, deren Nennwert ausschließlich in Pfennig angegeben ist, mit Wirkung vom 1. Juli 2002 ihre Gültigkeit verlieren. Die beklagte Deutsche Post AG bot den Umtausch solcher Briefmarken bis zum 30. Juni 2003 öffentlich an. Der Kläger, ein Briefmarkenhändler, tauschte bis zu diesem Zeitpunkt Marken im Gesamtnennwert von über 300.000 DM. Auch im Juli 2003 eingereichte Marken akzeptierte die Beklagte aus Kulanz. Daraufhin erwarb der Kläger große Stückzahlen ungültiger Briefmarken weit unter Nennwert und forderte von der Beklagten im November 2003  erfolglos  deren Umtausch im Nennwert von 95.000 DM. Das Landgericht hat seiner Klage auf Umtausch der Marken stattgegeben, das Berufungsgericht hat sie abgewiesen.
 
Der Bundesgerichtshof hat die vom Berufungsgericht zugelassene Revision zurückgewiesen. Briefmarken sind als so genannte kleine Inhaberpapiere im Sinne des § 807 BGB anzusehen. Der in den Pfennig- und DM-Marken verkörperte Beförderungsanspruch ist wegen der durch die Ungültigerklärung entfallenen Legitimationswirkung nicht mehr durchsetzbar.
 
Damit ist eine für die Parteien nicht vorhersehbare Äquivalenzstörung eingetreten, die weder gesetzlich noch vertraglich geregelt ist. Diese Regelungslücke ist im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung zu schließen. Dabei ist darauf abzustellen, was redliche und verständige Parteien bei Kenntnis der Lücke nach dem Vertragszweck und bei sachgemäßer Abwägung der beiderseitigen Interessen nach Treu und Glauben vereinbart hätten. Solche Parteien hätten keine Rückzahlung des von der Post vereinnahmten Kaufpreises der Briefmarken, sondern ein Umtauschrecht der Briefmarkeninhaber vereinbart.
 
Die Befristung dieses Umtauschrechts auf ein Jahr wird durch das Interesse der Deutschen Post AG, nicht längere Zeit mit Fälschungen konfrontiert zu werden und den Aufwand für den Umtausch zeitlich zu begrenzen, gerechtfertigt. Die Postkunden hingegen konnten sich bei der Bevorratung von Briefmarken bereits seit dem Januar 2001 auf die bevorstehende Währungsumstellung einrichten und haben deshalb kein berechtigtes Interesse an einem Umtauschrecht über den 30. Juni 2003 hinaus. Dass die Deutsche Post AG noch im Juli 2003 vorgelegte alte Briefmarken anstandslos umgetauscht hat, hindert sie nicht daran, sich nunmehr auf den Ablauf der Umtauschfrist zu berufen. Da sie bereits im August 2003 einen weiteren Umtausch abgelehnt hatte, durfte der Kläger jedenfalls im November 2003 nicht mehr auf einen nochmaligen Umtausch vertrauen.
 
Urteil vom 11. Oktober 2005  XI ZR 395/04 - Landgericht Bonn, Urteil vom 8. Juni 2004  10 O 93/04 - Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 25. November 2004  14 U 15/04 Pressestelle des Bundesgerichtshof

RADr. Heiko Übler
 

Jurorenarbeit
 

(Teil 1, Forts. in der nächsten LV aktuell)
 
Mancher wird sich schon gefragt haben, was die Juroren bei ihrer jährlichen Tagung in Donauwörth wohl so treiben mögen. Schwerpunkte sind die Beurteilung ausgelegter Objekte (zum Ausgleichen der „Spitzen“ bei den Punkten), die neuesten Berichte zum Reglement, Fachvorträge und die Besprechung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Juror und Aussteller.
 
Zu letzterem Zweck diente (u.a.) das unten dargestellte Fallbeispiel, erdacht und zur Verfügung gestellt von Juror Johan van Soeren, Bubenreuth.

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„Güldener als Gold gibt es nicht“ oder:  Satire muss alles dürfen
 

Ort:

vor dem Exponat

Teilnehmer:

1. Juror (erfahren, beruhigend wirkend, abgeklärt)

 

2. Juror (zurückhaltend, überfordert wirkend)

 

3. Juror (Eleve; gut vorbereitet aber unerfahren)

 

Aussteller (uneinsichtig, cholerisch, kämpferisch)
 

1. Juror:

Nun zu Ihnen, Herr ....

Aussteller:

Also ... wer bin ich? Sagen Sie es mir ...

2. Juror:

Äh ... laut Liste – äh – sind  Sie Herr Wüter, und ihr Exponat heißt ...

Aussteller:

(ihn unterbrechend): Das interessiert mich im Moment nicht ... zuerst zu mir! Zu mir! ... Wer bin ich? Was bin ich? Ich sag’s Ihnen! (stellt sich in Positur)
Ich bin hier, an diesem Ort hier ... wohne ich. Ich bin: 2. Vorsitzender des hiesigen Briefmarkenvereins  - und ich weiß, wovon ich rede! Und ich weiß auch, dass Sie – ja, Sie – viel Geld für Ihre Preisrichtertätigkeit bekommen – ich weiß Bescheid, ich weiß Bescheid, (sich in Rage redend) ich hab mich mit unserem Kassier unterhalten, ja ... ja ... hab ich, Sie ... Sie ... Möchtegern-Halbgott ...

2. Juror:

Aber ich bitte Sie ... jetzt mal langsam ... wir können das Gespräch auch abbrechen, dies ist uns unbenommen ...

1. Juror:

(will beruhigen): Äh ja ... nein ... wir nehmen zur Kenntnis, dass Sie Mitglied des hiesigen Briefmarkenvereins ...

Aussteller:

(immer erregter wirkend): Ich will Ihnen mal was sagen ... ich will Ihnen mal was sagen (tippt mit dem Zeigefinger dem 1. Juror auf den Bauch). Ich bin jetzt ganz ruhig ...ganz ruhig. (Pause) Ich bin der 2. Vorsitzende des hiesigen Briefmarkenvereins und Sie geben wir Vermeil ... (donnernd) finden Sie das richtig?

3. Juror:

(schüchtern): Wir sind gehalten, einen so genannten „Heimvorteil“ nicht in Betracht zu ziehen...

Aussteller:

(wird wieder wütend): ... einen so genannten Heimvorteil ... einen so genannten Heimvorteil ... dass ich nicht lache!! Schon mein Freund Hosenhoff sagte mir, Gerhard, sagte er, Gerhard ... (Pause) du hast ein Super-Exponat! ... Das hat er gesagt, mein Freund Hosenhoff. Und Sie???? – Sie geben wir Vermeil – Sie ... Sie ...

2. Juror:

Wir können das Gespräch auch abbrechen, das ist uns unbenommen ...

3. Juror:

(in seiner Tasche kramend): Ich schau mal im Reglement nach, was da über das Jury-Gespräch steht ...

1. Juror:

(will besänftigen): Nun mal der Reihe nach, Herr ... Herr ...

Aussteller:

(immer zorniger werdend): Wissen Sie, was ich gestern Abend beim Festabend gesagt habe? ... Als ich nämlich gehört habe, dass ich Vermeil ... ich Vermeil ... das traf mich wie ein Donnerschlag. Da haben mir einige gratulieren wollen, und wissen Sie, was ich denen gesagt habe??? (ausholend) „Ihr wollt mich wohl verarschen?“ hab ich denen gesagt. Jawoll, hab ich gesagt ... Wenn ich ausstelle, habe ich gesagt, will ich GOLD ... jawoll ... GOLD! Hab ich gesagt ...

1. Juror:

Jetzt mal langsam, Herr Wüter, sehen wir doch mal nach den Schwächen des Exponats ...

Aussteller:

(übertrieben lachend): Ha ... ha ... ha ... Schwächen – wenn ich das schön höre ...! In meinem Exponat gibt es keine Schwächen! Auf die letzten Schwächen hat mich der Juror bei der Ausstellung vor drei Jahren in ... Dings ... na, in Dings ... na, ist ja egal, aufmerksam gemacht ... (bedeutungsvoll) ein Herr Dr. Säge ... und er hat gesagt, ich erinnere mich genau ... in Ihrer Sammlung steckt Potenzial ... hat er gesagt ... jawoll, Potenzial ...

3. Juror:

Und welche Medaille haben Sie vor drei Jahren bekommen?

Aussteller:

(kleinlaut werdend): ... äh ja ... nun ---- äh ... da hatte ich Vermeil ...

2. Juror:

(triumphierend) ... na bitte, Herr Wüter, das bekommen Sie bei uns auch ...

Aussteller:

(nach kurzem Überlegen; dann polternd): Das gibt’s doch nicht! Das gibt’s doch nicht! ... Sie merken nicht den feinen Unterschied??? Nein???? Ich sag’s Ihnen: Ich bin seit 20 Jahren, nein, 21 Jahren im Vorstand dieses Vereins ... außerdem ... (schluchzend) meine Frau ist schwer krank, und ich selbst bin seit 6 Monaten arbeitslos ... und was bekomme ich: Vermeil ... finden Sie das gerecht??? Sie ... Sie ...

2. Juror:

Uns ist unbenommen, das Gespräch abzubrechen ...

1. Juror:

Herr Wüter, ich glaube, so kommen wir nicht weiter ...

3. Juror:

(im Reglement blätternd): Hier steht’s ... die Juroren haben sich ... blabla ... usw. vorzubereiten ...

(mittlerweile hat sich eine ganze Traube von Sammlern, Sammlerehefrauen, Nichtsammlern, Nichtsammlerehefrauen um das Quartett geschart; auch einige Kinder drängen nach vorn  - eine Stimme von hinten: „Was passiert denn hier?“ – 2. Stimme von hinten: „Hier wird ein Aussteller fertiggemacht“ ... 3. Stimme von hinten: „Nun lassen Sie doch mal das Kind nach vorn...“).

1. Juror:

(langsam resignierend): Herr Wüter, nun sollten wir aber mal ...

Aussteller:

(ihn unterbrechend): Dass ich mich beim BDPh beschweren werde, ist Ihnen doch klar? So ungeschoren kommen Sie nicht davon ... Schließlich ist meine Frau schwerkrank! Ich denke auch daran, meinen Freund Hosenhoff einzuschalten (sich langsam beruhigend) ja ... das werde ich tun. Aber zunächst (wieder polternd) schreibe ich dem BDPh!

2. Juror:

(einige Schritte zurücktretend): ... dahinten wartet Herr Zeitler mit seiner Pferdesammlung ... Ich glaube, wir sollten ...

3. Juror:

(zum 1. Juror): Dieses Gespräch sollten wir im Juryberichtgespräch ... äh ... im Protokoll des Jurygesprächs ... äh ... im Berichtbogen der Gesprächsjury ... äh ...   festhalten...

1. Juror:

(zusammenfassend): Herr Wüter, ich glaube, einige Anregungen haben Sie trotz allem, von uns, dann doch erhalten ... Denken Sie immer daran: „Vermeil“ ist vergoldetes Silber, so steht’s im Duden – also ein bisschen Gold haben Sie also doch bekommen (lacht gequält) – Kopf hoch, es wird schon – und das mit dem BDPh, das überlegen Sie sich noch mal, gell? Ja ... (jovial, nach hinten gewandt): Herr Zeitler, wir kommen!

(die 3 ziehen ab, Richtung Herrn Zeitler)
Die Menschentraube löst sich langsam auf, zurück bleibt ein kleiner Junge, der den Aussteller am Ärmel zupft:

Junge:

Onkel, was ist eigentlich ein Juror?

Aussteller:

Tja, Junge, schwer zu sagen ... so eine Art „Halbgott in Weiß“ oder „Halbgott der Philatelie“ ... nur: „Menschlichkeit“ – das kennen die nicht ... – die nicht!!

 
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Wir Juroren hoffen, dass Sie nicht unbedingt der zuletzt geäußerten Meinung sein mögen. Zum Thema Juroren wird auch mein Grußwort in der nächsten LV aktuell erscheinen. 

(LGO)
 

Großtauschtag

Briefmarken, Münzen, Ansichtskarten
Geldscheine, Briefe, Ganzsachen etc.

Sonntag, 28. Mai 2006
9:00 - 16:30 Uhr

mit Tombola

Philatelisten-Verein
Rosenheim e. V.
 

83022 Rosenheim - Inntalhalle - Loretowiese
Kostenlose Auskunft und Beratung

Ein philatelistischer Fund

Der teuerste, wenn auch nicht philatelistisch wertvollste Brief aus Deggendorf ist vom 26. November 1923. Der Sammlerwert liegt im dreistelligem Bereich. Die portogerechte Frankatur für einen Brief  der 1. Gewichtsstufe als Fernbrief, eingeschrieben, per Eilboten, beträgt 320 Milliarden Mark. Zwar geben die vier aufgeklebten Marken (Nr. 329 A) nur 80 Milliarden an. Aber an den vier letzten Tagen der Inflation (26. – 30. November 1923) wurden die Marken zum vierfachen Preis am Schalter abgegeben, die Briefkästen waren gesperrt. Heute würde das Porto – freilich in Deutscher Mark, damals in Rentenmark – 19.50 betragen. Doch sei die Zahl mal ausgeschrieben um den Irrsinn zu beweisen, mit dem sich damals auch die einfachen Leute befassen mussten: 320 000 000 000 Rentenmark. Zum Vergleich: Der Gesamthaushalt für den Landkreis Deggendorf 1999 lagt bei 336 Millionen, freilich in Deutschen Mark, somit also ein Promille.

Willi Gärtner
 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Absender der Großvater unseres Mitglieds Willi Gärtner (Ehrenvorsitzender der Briefmarkenfreunde Deggendorf ) ist.
 

Der Verband Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine (V.O.B.)
stellt sich vor (II
)

Im ersten Teil (Heft September 2005) wurde über die Entstehung und das erste Jahr des V.O.B. berichtet. Der zweite Teil der Vorstellung beschäftigt sich mit den Jahren bis 1974.
 
Die Mitglieder empfanden es dankbar, dass sich nun plötzlich das philatelistische Leben in Oberfranken immer mehr regte und dass echte Leistungen zu sehen waren. Der V.O.B. hat es sich zum Grundsatz gemacht, keine Beiträge zu verlangen und lediglich Spenden von den angeschlossenen Vereinen anzunehmen. Diese Methode hat sich in den letzten 14 Jahren des Bestehens hervorragend bewährt. Damit wurde der vorher stets angezweifelte Beweis erbracht, dass ein selbst kleiner Verband ohne Beiträge durchaus und sogar gut lebensfähig ist.
 
Inzwischen wurden viele hundert von eigenen Ausstellungsrahmen angeschafft, ein Rundsendedienst für die Vereine ins Leben gerufen und seit einiger Zeit auch ein so genannter „postgeschichtlicher Rundsendedienst“ aufgezogen, der Spezialsammlern das nötige Material vermittelt. Eine eigene Hauszeitung, die PINZETTE, erscheint monatlich einmal in einer Verkaufsauflage von 1.250 Exemplaren und viele Vereine liefern diese Zeitung ihren Mitgliedern kostenlos. Heute gehören dem V.O.B. bereits 27 Vereine mit 2.500 betreuten Mitgliedern an. Der Kontakt unter den Vereinen selbst ist wesentlich verbessert worden und dadurch sind auch die örtlichen Veranstaltungen, wie Großtauschtage und Werbeschauen, stets sehr gut besucht.
 
Ein besonderes Augenmerk richtet der V.O.B. auf die philatelistische Forschung. Auch hier ist man unkonventionell und redet nicht lange herum, sondern veröffentlicht Zug um Zug philatelistische Fachwerke, wie z.B. das Handbuch der deutschen Portosätze, die oberfränkischen Stempelkataloge und die „Bibliothek für postgeschichtliche Heimatforschung in Oberfranken“. All diese Kataloge hat der V.O.B. ohne jede Hilfe einer anderen Dachorganisation oder sonstiger Zuschüsse herausgebracht !
 
Zehn Jahre lang wurde unter den Vereinen ein eigener Pokalwettbewerb durchgeführt, der sich großer Beliebtheit erfreute. Die Mitglieder der dem V.O.B. angeschlossenen Vereine können mit eigenen Ehrennadeln des V.O.B. ausgezeichnet werden, wenn sie sich um die Philatelie verdient gemacht haben. Es ist das ausgesprochene Verdienst des V.O.B., im oberfränkischen Gebiet aus zahlreichen „Auchsammlern“ wirkliche Philatelisten und zum Teil auch philatelistische Forscher gemacht zu haben.
 
Der V.O.B. hat sich in ganz Deutschland einen hervorragenden Namen gemacht und er ist aus der philatelistischen Vereinsgeschichte nicht mehr wegzudenken. Heute ist der Name V.O.B. fast schon so etwas wie ein Markenzeichen in der deutschen Philatelie.
 
 (Genauer Wortlaut des Artikels „Alles über den V.O.B.“, nachzulesen in der Festschrift zur „ikuba 74“, der 6. Kulmbacher Briefmarken-Ausstellung)
 

 

Die LV-Website in zarter Frauenhand
 

Ich liebe Einhörner und verfolge die Spur dieser fantastischen Tiere schon seit vielen Jahren. Als meine Unterlagen zu zahlreich wurden, richtete mir mein Sohn eine Datenbank ein, damit ich den Überblick nicht verlor. Gleichzeitig wuchs aber auch meine Sammlung an Figuren, Tellern, Plüschtieren, u.s.w. Da ich meine Freude an diesen Funden mit anderen teilen wollte, entstand meine „Einhorn“-Homepage. Außerdem hoffte ich damit auf einen Austausch mit anderen Einhorn- Liebhabern. Am Arbeitsplatz spricht man auch über seine Hobbies. Und so versprach mir Herr Lippoldes, mir bei meiner Suche nach Einhörnern auf Briefmarken behilflich zu sein. Er sei nämlich im Philatelistenverein Fürstenfeldbruck. Ich sollte einfach mal vorbeischauen.
 
Mein Mann, der meine Liebhaberei nicht nur toleriert, sondern auch unterstützt, schaute beim nächsten Vereinsabend vorbei und war von der Suche nach Einhorn-Briefmarken fast mehr fasziniert als ich. Durch Informationen und Unterstützung des

Vereins vermehrten sich meine Einhorn-Briefmarken fast wie Karnickel. Das hatte ich wirklich nicht erwartet.
 
Da Herr Lippoldes, der der 1. Vorsitzende des Vereins ist, wie ich erst später erfuhr, von meiner Homepage sehr angetan war, tauchte auch die Frage nach einer Webseite für den Verein auf. Dem stand ich zunächst sehr ablehnend gegenüber. Zum einen macht es sehr viel Arbeit, nicht nur eine Homepage zu erstellen, sondern vor allem, sie ständig zu pflegen und zu aktualisieren. Zum anderen – auch wenn mein Mann diese Arbeit für den Brucker Verein ehrenamtlich übernimmt – fallen Kosten an. Der Nutzen einer Vereinsseite steht dem gegenüber in keinem Verhältnis. Aber Herr Lippoldes ließ nicht locker, denn heute hat eben ein Verein seinen Internetauftritt. Gemeinsam entstand dann der Gedanke, den Vereinsmitgliedern die Möglichkeit zu geben, sich und ihre Sammelgebiete auf der Vereinsseite darzustellen, damit zumindest der ideelle Nutzen größer würde.
 
Zur Überraschung aller hatte die Vereins-Homepage schnell ihre Besucher und es kamen auch Anfragen per Email zum Thema Sammeln und auch zum Verein selbst. Für einige Mitglieder ergaben sich sogar interessante Tauschangebote.
 
Zu meiner Freude gefiel die Brucker Vereinsseite, denn Ende April 2005 wurde ich von Herrn Castro vom Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine gefragt, ob ich mich um die LV-Homepage kümmern wolle. Auch andere Briefmarkenvereine zeigten Interesse. Der Gedanke, auf der LV-Homepage auch die Mitglieder –also die angeschlossenen Vereine – mit Angaben zu Ansprechpartnern, Treffen und Emailadressen vorzustellen, überzeugte beide Seiten. Ich hoffe, dass alle Vereine hierzu ihre Zustimmung geben.
 
Außerdem soll den Vereinen, die selbst noch keinen eigenständigen Internetauftritt haben, die Möglichkeit gegeben werden, sich kostengünstig im größeren Umfang integriert in der LV-Seite darzustellen (Angaben zu Vorstand, Chronik, Satzung, Fotos, Sammelgebiete, Email-Postfach etc.). Eine eigene Homepage unter eigenem Domainnamen kann selbstverständlich auch realisiert werden.

Ihre Gabriele Fleischhacker
 

Junge Briefmarkensammler in Bayern
Landesring Bayern der Deutschen Philatelisten Jugend

Schlossweihnacht in Wertingen 09. bis 11.12.05
 

Bei der diesjährigen Schlossweihnacht beteiligte sich die ÜÖG des Landesrings Bayern zum ersten Mal. Nach- dem im Vorjahr diese bereits ein Riesenerfolg war und bei herrlichem Ambiente (Schlossgraben und im Inneren des Schlosses) durchgeführt wurde, entschloss sich dieses Mal der Wertinger Richard Fritz auch dieses Mal teilzunehmen. Bereits am Freitag, dem 09.12., ging es gegen 16:00 Uhr los und es wurden die Schlosstore geöffnet. Der Weihnachtsstand der überörtlichen Gruppe des Landesrings war im Schloss im 1. Stock untergebracht und dabei gab es verschiedene Aktionen.
 

Schatzmeister Richard Fritz mit Kinder  bei der Schlossweihnacht
 

Es wurden Wunschzettel und Briefe an das Christkindl entgegengenommen, die diesem zugestellt werden und dann der Empfänger eine Antwort mit einem schönen Weihnachtsstempel bekommt.
 
Weiterhin wurden Wohlfahrts- und Weihnachts- marken verkauft, die dann teilweise auch bereits die Briefe schmückten, die am Christkindl-Stand entgegen genommen wurden. Selbstverständlich durfte auch eine Tombola nicht fehlen, bei der es Tütchen mit Briefmarken, Belegen, ETB usw.

zu gewinnen galt. Der Erlös kam dem Wertinger Krankenhaus-Förderverein zugute. Weiterhin wurden Kontakte zu Sammlern geknüpft, natürlich vor allem zu Kindern und Jugendlichen, die Interesse am Briefmarkensammeln hatten.
 
Neben der Teilnahme an der Schlossweihnacht führt Richard Fritz für die überörtliche Gruppe in Wertingen noch viele Aktivitäten aus. So beteiligt er sich auch noch am Ferienprogramm und lädt dabei briefmarkenbegeisterte Kinder in seine Wohnung ein und ist bei den meisten Veranstaltungen für die Jungen Briefmarkenfreunde präsent!
 
Des weiteren findet die Jahreshauptversammlung 2006 des Landesrings Bayern auch in Wertingen statt.

Wolfgang Wurmb