Heft 1/310 März 2011

 
LVaktuell

Heft 1 / 310

März 2011
 

LVaktuellNeuKl

Inhaltsverzeichnis:
Grußwort 1. Vorsitzender
Region Mittelfranken - NORIMBERGIA 2011
Region Mittelfranken - Rückblick2010: 175 Jahre Eisenbahn in Deutschland
Region Oberbayern-Ost - Großtauschtag Bad-Tölz 2011
Region Schwaben-Allgäu - Farchant: Gleich der erste Zug hat Verspätung
Region Niederbayern - Das besondere Stück:
     Eine Briefmarke zum 500. Geburtstag von Ulrich Schmidl

Region Oberfranken-Ost - Briefmarkensammler-Verein Bayreuth wird 100 Jahre
Region Oberfranken-Ost - 100 Jahre BSV Marktredwitz
Region Oberpfalz - Weihnachtsausflug der Briefmarkenfreunde Cham
Region Unterfranken - 130 Jahre Verein für Briefmarkenkunde Würzburg von 1880 e. V.
Region Oberbayern - Rosenheim - ein Mekka für Philatelisten
Thematische Philatelie Bayern e. V. - 6. Erlanger Thematikseminar - ein Rückblick
Jurorenseminar Bayern - LV Bayern Jurorenseminar 2010
Region Unterfranken - 50 Jahre
     Verband Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine e. V.

Region München - 200 Jahre Zoologische Staatssammlung München
Region München - Auszug aus dem Jahresbericht 2010 der
     Philatelistischen Bibliothek München

Alpen-Adria 2011

Die Macht des Wissens

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seit 80 Jahren in der
Philatelistischen Bibliothek München

 
Grußwort 1. Vorsitzender

Kürzlich habe ich mir einen Blumenstock gekauft für meinen Schreibtisch, weil ich das ganze Jahr über eine blühende Blume auf meinem Schreibtisch stehen habe und der Garten im Moment nicht einmal mehr Eisblumen hergibt. Damit das Blümchen nicht gleich wieder durch meine unfachmännische Pflege eingeht, habe ich die Pflegeanleitung gelesen. Und was steht da? Ich zitiere: “Zu Dekorationszwecken bestimmt. Eignet sich nicht für den Verzehr.“ Toll! Hatte ich eigentlich auch nicht vor. Aber ich frage mich nun, wie dumm können Menschen sein?
 

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Oder müssen wir diese Feststellung „Nicht zum Verzehr geeignet“ nun auch an unsere geliebten Briefmarken heften? Ich persönlich glaube es nicht, bin ich doch davon überzeugt, dass die intensive Beschäftigung mit unseren Lieblingen uns davor schützt zu „verdummen“. Abgesehen davon stehe ich nicht allein da mit dieser Meinung. Wissenschaftler haben längst nachgewiesen, dass die geistige Beschäftigung – vor allem im Alter – ganz wesentlich ist. Also – 2011 wieder fleißig sammeln!

Nicht vergessen werden darf dabei die Beschäftigung mit der Literatur. Von namhaften Philatelisten ist bekannt, dass sie 10 Prozent ihrer philatelistischen Investitionen in die Literatur gesteckt haben. Dies zahlt sich mit Sicherheit aus, denn Wissen ist Macht! Man wird mir dagegen halten, dass gute Literatur auch gutes Geld kostet. Das stimmt zwar nur teilweise, ist aber auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Leider übersehen viele Sammler, dass sie in der heutigen Zeit jedoch weitaus bessere Informationsquellen haben als ihre Vorgänger. Ich denke dabei z.B. an die vielen Arbeitsgemeinschaften. Auch hier zahlt sich eine Mitgliedschaft mit Sicherheit aus.

Auch zahlreiche kleinere und größere Veranstaltungen unserer bayerischen Vereine (siehe Veranstaltungskalender in diesem Heft und im Internet unter
www.lvbphilavereine.de) bieten sich zur Information und zu persönlichen Kontakten an. Auch bei den heutigen Spritpreisen sollte man den Weg nicht scheuen (Fahrgemeinschaften sind eine gute Lösung!).

Weiterhin denke ich an unsere Philatelistischen Bibliotheken. Hier liegen unvorstellbare Schätze, die nur gehoben werden müssen! Gehoben in dem Sinne, dass man sie ganz einfach ausleiht! Wir haben in München die größte Bibliothek für Philatelie und Postgeschichte in ganz Europa! Und wer nutzt das? Leider viel zu wenige! Dabei steht über die Fernleihe ein überaus leichter Weg zu Informationen über das eigene Sammelgebiet zur Verfügung! Liebe Mitglieder, setzt Euch für 2011 zum Ziel: „Ich will mehr wissen über mein Sammelgebiet“ und nehmt Kontakt auf (unter
www.muenchner-stadtbibliothek.de) und für eventuelle Fragen steht Euch unser Spezialist für philatelistische Literatur, Herr Robert Binner, der Leiter der Bibliothek, gerne zur Verfügung (Tel. 089/48098-3291).

In diesem Sinne - und nicht vergessen: „Ich will mehr wissen“!

Euer
LUDWIG GAMBERT

 

Region Mittelfranken
NORIMBERGA 2011

Nach zwanzig Jahren ist es im Mai wieder einmal soweit. Der Philatelisten-Klub 1891 Nürnberg e. V. veranstaltet anlässlich seines 120-jährigen Jubiläums eine Rang 3 Ausstellung.

Am Samstag, 14. Mai von 10 bis 17 Uhr und Sonntag, 15. Mai von 10 bis 16 Uhr findet in Nürnberg die NORIMBERGA 2011 statt. Ausstellungsort ist der Festsaal im Museum für Kommunikation (ehemals Verkehrsmuseum) in der Lessingstraße.

Der Philatelistische Ausschuss hatte sage und schreibe über 71 (!) Exponate mit einer gewünschten Rahmenzahl von 338 zu entscheiden. Eine solche Anzahl von Anmeldungen habe ich bei einer Rang 3 Ausstellung noch nicht erlebt. Diese vielen Anmeldungen kamen aus allen Teilen Deutschlands. Die Frage, warum das so ist, muss erlaubt sein.
 

Zurück zu Nürnberg. Neben dem nicht zu übertreffenden Ambiente des Museums mit tollen Exponaten, Händlern, Sonderpostfiliale, Sonderganzsachen und einem hochwertigen Katalog wird an diesem Wochenende in der Nürnberger Altstadt Deutschlands größter Flohmarkt, bei uns in Franken Trempelmarkt genannt, stattfinden. Noch ein Grund, in die gute alte Noris zu kommen.

Übrigens: Der Philatelistische Ausschuss nahm für die nur 150 aufstellbaren Rahmen 38 Exponate an.
 

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Peter F. Baer, Veranstaltungs- und Ausstellungsleiter

 

Region Mittelfranken
Rückblick 2010: 175 Jahre Eisenbahn in Deutschland

Der Anfang der Eisenbahn in Deutschland begann hier in Franken. Die Fahrt mit dem Adler führte von Nürnberg nach Fürth.

Das Bundesfinanzministerium nahm das Eisenbahn-Jubiläum gerne zum Anlass, eine Gedenkmünze und eine Briefmarke herauszugeben.

Die 10 EURO Silbergedenkmünze zeigt den Adler vor dem Hintergrund eines modernen Hochgeschwindigkeitszuges, die Briefmarke zeigt in Anlehnung an eine alte Radierung, wie der Startschuss für den Eisenbahnverkehr am 7. Dezember 1835 von den staunenden Menschen bejubelt wurde.

Die Vorstellung von Sondermarke und -münze wurde bei einem Festakt im Hauptsaal der Comödie in Fürth durchgeführt.
 

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Zu dieser Veranstaltung war als Vertreter der Philatelie der Bezirksbeauftragte in der Stiftung Bahn-Sozialwerk, Herr Wilhelm Maihöfner, als Ehrengast eingeladen.

Das Bild zeigt von links Christian Schmidt, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium der Verteidigung, Hartmut Koschyk, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium der Finanzen, Dr. Rüdiger Grube, Vorsitzender des Vorstandes der DB AG und Wilhelm Maihöfner.

Wilhelm Maihöfner

 

Region Oberbayern-Ost
Großtauschtag Bad Tölz 2011

Am Samstag, 09.07.2011, wird von den Briefmarkenfreunden Hausham - Bad Tölz e.V. ein Großtauschtag am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium, Hindenburgstr. 26, 83646 Bad Tölz, von 09-15 Uhr organisiert. Der Eintritt ist frei!

Bei diesem Großtauschtag in Bad Tölz wird eine Werbeschau unter dem Motto „Tag der Briefmarke“ durchgeführt.

Die ArGe Bayern hält ihr Regionaltreffen während des Großtauschtages ab.

Zur Erinnerung an diesen Großtauschtag wird der abgebildete Sonderstempel durch ein Erlebnis: Briefmarken-Team der Deutschen Post eingesetzt, welches an diesem Tag eine Sonderpostfiliale betreut.

Passend zu diesem Sonderstempel hat der Verein Briefmarkenfreunde Bad Tölz - Hausham e.V. einen Sonderumschlag aufgelegt (Zudruck des Sonderumschlags siehe Abbildung).

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Frankiert mit der Marke zum Tag der Briefmarke „100 Jahre Kraftpost“ vom Mai 2005 wird dieser Beleg die Sammlerherzen höher schlagen lassen.
 

Info: www.briefmarkenfreunde-badtoelz-hausham.de bzw. NorbertWittmann @online.de oder gegen Rückporto bei Norbert Wittmann, Am Lettenholz 41, 83646 Bad Tölz.
 

Norbert Wittmann

 

Region Schwaben-Allgäu
Farchant: Gleich der erste Zug hat Verspätung

Am 12.12.2010 wurde der Bahnhalt in Farchant nach 26 Jahren wieder in Betrieb genommen. Dies war Anlass genug für die Gemeinde ein kleines Fest zu veranstalten. Der um zehn Minuten verspätete Zug wurde vom Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD), Landrat Harald Kühn (CSU) und Bahnhofsmanagement-Leiter Helmut Zöpfel sowie der Jugendblaskapelle Loisachtal mit dem Bayerischen Defiliermarsch begrüßt.

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Anschließend ging es zum Hotel „Alter Wirt“, wo eine lebende Krippe aufgestellt war und der örtlich beliebte Würschtlmo sowie die Wirtin auf dem Vorplatz für das leibliche Wohl sorgten.

Im Saal warteten das EB-Team der Post mit dem Sonderstempel (s. LV aktuell 309), der Briefmarken-Club "Philatelia" mit einer Sonderganzsache sowie der Heimatverein "Forchheida" mit einem Vortrag auf die Besucher. Zusammen hatten sie eine Ausstellung rund um das Thema "Farchanter Bahnhof" und "Eisenbahn" organisiert.

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Außerdem waren die Eisenbahn- Philatelisten aus München und Innsbruck, der örtliche Briefmarkenhändler Toni Poettinger sowie die Touristinformation vertreten. Die Besucher kamen stetig über den Tag verteilt und äußerten sich durchweg positiv. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, von der man noch einige Zeit reden wird.

Birgit Lesch

 

Region Niederbayern
Das besondere Stück:
Eine Briefmarke zum 500. Geburtstag von Ulrich Schmidl

Seit vielen, vielen Jahren begleitet der Philatelisten-Club Straubing e. V. kulturelle Höhepunkte der Stadt Straubing. So wurden Sonderstempel, Werbeeinsätze im Briefzentrum sowie für die vereinseigene Absenderstempelmaschine, Postkarten und Erinnerungsumschläge, Plusbriefe Individuell, personalisierte Briefmarken mit ereignisbezogenen Motiven gestaltet.

Kaum hatte Kolumbus Amerika entdeckt, schon kämpften Spanier und Portugiesen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bereits um die koloniale Vorherrschaft in Südamerika. Pedro Mendoza (1487-1537) erhielt von Kaiser Karl V. den Auftrag, die Länder am Rio de la Plata, am Silberfluss, in den Besitz der spanisch-habsburgischen Krone zu bringen. Eine Flotte mit vierzehn Schiffen und 2650 Mann wurde ausgerüstet. Darunter befand sich auch ein Schiff der Nürnberger Welthandelshäuser Welser und Neidhart. Auf diesem musterte der junge Ulrich Schmidl aus Straubing zusammen mit „hundertfünfzig Hochdeutschen, Niederländer und Sachsen“ an. Zwanzig Jahre lang zog er als Landsknecht durch die Gegenden entlang der Flüsse Rio de la Plata, Rio Uruguay, Rio Paraná und Rio Paraguay und so wurde er Mitbegründer der heutigen Hauptstädte Buenos Aires (1536) und Asunción (1537). Am 25. Juli 1552 erreichte ihn ein Brief seines kranken Halbbruders Thomas, der ihn dazu bewegte, aus Südamerika nach Straubing zurückzukehren. Das Schiff landete am 26. Januar 1554 im Hafen von Antwerpen und schon Anfang September des gleichen Jahres war er in Straubing. Er übernahm die Geschäfte seines Bruders, wurde ein angesehener Ratsherr.

Wie einige andere seiner Ratskollegen überzeugten ihn die Forderungen Martin Luthers nach einer Kirche frei von Käuflichkeit, Amtsmissbrauch und Prunk. Das im Augsburger Religionsfrieden von 1555 niedergelegte Rechtsprinzip „Cuius regio, eius religio“ erlaubte dem katholischen Landesherren Herzog Albrecht V., die Religion seiner Untertanen zu bestimmen und sie so vor die Wahl zu stellen, zum Katholizismus zurückzukehren oder innerhalb von acht Tagen die Stadt zu verlassen. Dem Protestantismus anhängend, musste Schmidl am 15. Juni 1562, wie andere Straubinger Protestanten, die Stadt verlassen. Er siedelte in die benachbarte Freie Reichsstadt Regensburg über, welche bereits zwanzig Jahre vorher öffentlich zur Reformation übergetreten war. Hier erwarb er ein Haus in der Regensburger Tändlergasse, an welchem er ein bis heute sichtbares Andenken an seine Heimatstadt setzte: einen Wappenstein mit der Inschrift „1563 - Ulrich Schmidl von Straubing“.

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Sondermarken zu Ehren von Ulrich Schmidl, dem großen Sohn der Stadt Straubing, gab es bisher nur in Argentinien. Da sich sein Geburtstag heuer zum 500. Male jährt, nutzte der Philatelisten-Club Straubing nun eine Neuerung der Deutschen Post, um auch in Deutschland eine Ulrich-Schmidl-Briefmarke möglich zu machen. Seit knapp einem Jahr besteht die Möglichkeit, eine derartige individuelle Briefmarke in Auftrag zu geben. Die neue Schmidl-Marke zeigt einen Ausschnitt eines Aquarells von Hans Scheininger, welches sich im Straubinger Stadtarchiv befindet.
 

Der Nennwert der Marke, die auf jeder Briefsendung verklebt werden kann, ist 35 Cent, ein Wert, der vom Philatelisten-Club Straubing insbesondere für Infobrief-Aussendungen benutzt werden wird. Der Club führt außerdem den abgebildeten Werbestempel mit Schmidl-Thematik in seiner Absenderstempelmaschine und bietet besondere Erinnerungsumschläge mit Marke und Stempel zum Schmidl-Jubiläum an.

Die Schmidl-Marke sowie entsprechende Schmuckumschläge wurden erstmals am Dienstag, dem 28. September 2010, ab 18.00 Uhr anlässlich der Schmidl-Präsentation des Gäubodenmuseums Straubing und des Historischen Vereins im Foyer des Museums angeboten. Dies war zugleich der erste Verwendungstag von Marke und Werbestempel.

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Region Oberfranken-Ost
Briefmarkensammler-Verein Bayreuth wird 100 Jahre

Als sich am 13. Juli 1911 insgesamt 19 Briefmarkensammler im Hotel „Post“ zu dem Briefmarken-Sammlerverein „Suevia e.V.“ zusammenfanden, konnten sie nicht ahnen, dass dieser 100 Jahre später immer noch Bestand haben würde. Der Verein zählt zum heutigen Tag 61 Mitglieder. Diese Zahl konnte seit Jahren konstant gehalten werden. Dies mag unter anderem auch daran liegen, dass das Briefmarken sammeln beileibe nicht so tot ist wie es viele glauben, aber auch daran, dass gerade hier in Bayreuth ein aktives und immer interessantes Vereinsleben gepflegt wird. Alle zwei Wochen Montags treffen sich die Mitglieder zu ihren Vereinsabenden, an denen immer viel informiert und diskutiert wird.

Zum 100-jährigen Jubiläum richtet der Briefmarkensammler-Verein Bayreuth am 4. und 5. Juni in der hiesigen Stadthalle eine Ausstellung im Rang 3 aus.

Nachdem wir weit mehr Anmeldungen erhielten, als Ausstellungsmöglichkeiten hatten, mussten wir leider einige Anträge ablehnen. Erinnerungsdrucksachen, Ganzsachen sowie ein Sonderstempel , den das Team „Erlebnis: Briefmarken“ der Deutschen Post mitbringt, sind zusätzliche Anziehungspunkte unserer Veranstaltung.
 

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Für diejenigen, die sich zu einem Besuch bei uns entschließen, bietet natürlich die Region Oberfranken, hier insbesondere der Raum Bayreuth/Kulmbach, noch weitere Sehenswürdigkeiten.

Die Plassenburg mit ihrem Zinnfiguren-Museum in Kulmbach, Bayreuth mit seinen Schlössern und dem Festspielhaus sind nur einige markante Punkte. Darüber hinaus ist gerade unsere Region bekannt für viele ausgezeichnete Gastronomiebetriebe, die unter dem Begriff „Genussregion - Oberfranken“ bekannt wurden.

Weitere Informationen zum Verein finden Sie unter
www.briefmarkensammlerbayreuth.de und zu Bayreuth unter www.bayreuth.de oder info@bayreuthtourismus.de.

Gerd Schulze

 

Region Oberfranken-Ost
100 Jahre BSV Marktredwitz

Am Dienstag 12. April 2011 feiert der BSV Marktredwitz e.V. im Kösseine-Einkaufs-Center Marktredwitz seinen 100. Geburtstag.

Auf den Tag genau hundert Jahre vorher, am 12. April 1911, fanden sich im damaligen „Lang’schen Etablissement“, dem späteren Kastnerbräusaal, aktive Marktredwitzer Briefmarkensammler zusammen. An diesem Tag wurde die Ortsgruppe Marktredwitz des Internationalen Briefmarkensammlervereins „Suevia“ e.V. gegründet. Ende 1911 hatte die Ortsgruppe Marktredwitz bereits 37 Mitglieder.

Schon ein Jahr nach der Gründung richtete der junge Marktredwitzer Verein vom 2. - 6. August 1912 eine für eine Kleinstadt nicht alltägliche Veranstaltung aus: den 24. Deutschen Philatelistentag und die 16. Tagung des Bundes Deutscher und Österreichischer Philatelistenvereine.

Die Durchführung dieser Veranstaltung war eine enorme Leistung des noch jungen Vereins und seinen Vorsitzenden Martin Döblinger.

168 Philatelisten nahmen an diesem großen und bedeutenden Fest der Philatelie teil, darunter namhafte Sammler aus Amsterdam, Antwerpen, Basel, Birmingham, Budapest, Buenos Aires, Bukarest, Graz, Kopenhagen, Padua, Paris, Prag, Philadelphia, St. Gallen und Zürich. Beim kgl. Festpostamt konnte der erste Marktredwitzer Sonderstempel auf Festpostkarten und auf anderen Postsendungen verwendet werden.

Nach Auflösung des Stammvereins „Suevia“ etwa 1925 trafen sich die Marktredwitzer Philatelisten weiter zu zwanglosen Treffen. Erst 1948 bzw. 1954 wurde der Verein neu gegründet.
 

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Heute ist der Verein Mitglied im Verband Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine e.V., jährlich im Mai wird ein Tauschtag veranstaltet. Doch der Vorsitzende Detlef Weidinger lässt es sich nicht nehmen, den tatsächlichen 100. Geburtstag am 12. April gesondert zu feiern.

Das Erlebnisteam:Briefmarken der Deutschen Post ist mit einem Sonderstempel anwesend, außerdem wird ein Sonderumschlag angeboten.
 

Detlef Weidinger

 

Region Oberpfalz
Weihnachtsausflug der Briefmarkenfreunde Cham

Die Mitglieder der Briefmarkenfreunde Cham und deren Angehörige unternahmen einen Vereinsausflug nach Christkindl bei Steyr in Österreich.

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Beeindruckend war die Wallfahrtskirche „Zum Christkindl unterm Himmel“, erbaut zwischen 1702 und 1708. Einzigartig sind die beiden Krippen im Pfarrhof von Christkindl. Die „Pöttmesser Krippe“ ist eine der größten Krippen der Welt. Mit einer Fläche von 58 m² bietet sie Raum für 778 bis zu 30 cm große, geschnitzte und bekleidete Figuren. Auch die mechanische Krippe mit beinahe 300 aus Lindenholz geschnitzten Figuren, bewegt durch Fahrradketten, Wellen und Zahnräder, fand großen Anklang.

Höhepunkt war für viele das Weihnachtskonzert einer österreichischen Polizeikapelle in der Wallfahrtskirche.

Die Vorstandschaft unter Leitung des 1. Vorsitzenden Hans-Joachim Deichert beklebte im Weihnachtspostamt Christkindl über 800 Weihnachtsgrüße mit österreichischen Briefmarken.

Dieses Postamt gibt es seit 1950 und von dort werden ca. 2 Millionen Weihnachtsgrüße jährlich versendet. Nach einem kurzen Besuch des Steyrer-Weihnachtsmarktes traten wir die Heimreise an, vor Deggendorf nochmals zum Abendessen und gemütlichen Tagesabschluss in einem sehr schönen Gasthof unterbrochen.
 

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Auf Wunsch der Teilnehmer soll die Fahrt nach Christkindl im kommenden Jahr wiederholt werden, da es sowohl für Philatelisten als auch für Krippenliebhaber noch viel zu sehen gibt.

Hans-Joachim Deichert

 

Region Unterfranken
130 Jahre Verein für Briefmarkenkunde Würzburg von 1880 e.V.

In Vereinen schließen sich Menschen zusammen, die in der Regel gleichgerichtete Interessen haben und diese Interessen besonders pflegen wollen. Und man sagt, in Deutschland sind solche Zusammenschlüsse von Gleichgesinnten besonders häufig anzutreffen. Und das gilt wohl auch für Briefmarken.

Seit es in Deutschland Briefmarken gibt, vom „Schwarzen Einser 1849“ bis zur heutigen Vielfalt von Postwertzeichen ist das Interesse an einer möglichst lückenlosen Sammlung dieser Marken vorhanden.

So ist auch unser Würzburger Verein für Briefmarkenkunde schon vor 130 Jahren gegründet worden und gehört damit zu den ältesten Vereinen in Deutschland, die sich mit Briefmarken befassen. Das war nun Anlass genug, am 20. November 2010 einen Festabend zu gestalten.

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Die Würzburger Bürgerspital Weinstuben boten den äußeren Rahmen für ein fröhliches Fest bei vorzüglichem Frankenwein und ebensolchen Speisen. Der 1. Vorsitzende Herr Manfred
Wolfenstetter konnte sich über einen vollen Saal mit Mitgliedern und geladenen Gästen erfreuen.

Musikalisch umrahmt wurde das Fest vom Sinfonischen Akkordeonorchester Unterfranken unter der Leitung von Hauke Seifert.

Als Gäste gaben uns die Ehre der Vorsitzende des Landesverbandes der Philatelisten Herr Ludwig Gambert, der Vorsitzende des Suhler Briefmarkenvereins Herr Klose, Herr M. Reichel aus Meiningen, ebenso unser Ehrenvorsitzender und langjähriger Vereinsvorsitzender Herr Walter Gabriel und der Postpräsident a.D. Herr Werner Scheller.

Der Festredner des Abends war unser 2. Vorsitzender Herr Prof. Dr. Günter Köhler. Er spannte den Bogen von der Gründung über die personellen und politischen Schwierigkeiten, die allein durch das Überdauern von zwei Weltkriegen mit sich brachte und dann eben die Neugründung nach 1945. Es stellten sich immer Männer mit Durchsetzungsvermögen als Vorsitzende zur Verfügung, die kenntnisreich und mit Einfühlungsvermögen den Verein erfolgreich führten. Wohl steht immer die Briefmarke im Vordergrund, aber es muss auch die Gemeinschaft der Mitglieder gepflegt werden.

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Dass dies in unserem Verein immer geschieht, zeigt die große Zahl von Mitgliedern, die für ihre langjährige Mitgliedschaft an diesem Abend geehrt werden konnte.

Das nächste Großereignis wirft bereits seine Schatten voraus. Es ist die jährliche Würzburger Briefmarkenbörse in der S.Oliver-Arena am 20. März 2011. Hier werden wieder 16 Händler ihre Stände aufbauen und wir werden versuchen, an einem besonderen Informationsstand Jugendliche zu bewegen, in den Verein einzutreten.


Mit diesem Ausblick und mit prächtigen Blumensträußen für Damen der zuvor Geehrten und der Vorstandsmitglieder konnte der Vorsitzende Herr Wolfenstetter auf einen gelungenen Festabend zurückblicken.

Ewald Schellenberger

 

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Region Oberbayern
Rosenheim - ein Mekka für Philatelisten
Viele qualitativ hochwertige Sammlungen bei der ROBRIA 10

Drei Tage lang, vom 16. – 18. April 2010, war die Rosenheimer Inntalhalle mit der Ausstellung des Landesverbands Bayerischer Philatelistenvereine im Rang 2 ein Mekka für alle Philatelisten. Eine solche Zahl von hochwertigen und mit viel Ideenreichtum zusammen getragenen Sammlungen dürfte für sehr viele Jahre in Rosenheim nicht mehr zu sehen sein. Als besondere Attraktion gelang es dem veranstaltenden Philatelistenverein Rosenheim, eine Bayernsammlung mit über zwanzig „Schwarzen Einsern“ in verschiedenen Variationen für die Ehrenklasse der Ausstellung zu gewinnen. Sie wurde auf Internationalen Ausstellungen mehrfach mit „Großgold“ ausgezeichnet, spielt also in der „Champions-League“.

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Bei der Eröffnungsveranstaltung am Freitag übermittelte der Schatzmeister des Bundes Deutscher Philatelisten, Franz Fischer, die Grüße seines Verbandes. Der Vorsitzende der Bayerischen Philatelisten, Ludwig Gambert, dankte dem Vorsitzenden des Rosenheimer Philatelistenvereins, Hans Vorleitner, und dem Ehrenvorsitzenden, Erwin Stumpf.

Die Rosenheimer hätten die schwierige Aufgabe übernommen, kurzfristig eine Rang 2-Ausstellung zu organisieren, nachdem eine andere, wesentlich größere Stadt diese Verpflichtung zurückgegeben habe.

Als Vertreter der Stadt bekannte Bürgermeister Anton Heindl, früher auch eifriger Markensammler gewesen zu sein. Er würdigte die sehr gelungene Festschrift zur ROBRIA 10. Sie gebe einen guten Überblick über die Geschichte der Briefmarken, die Sammlerleidenschaft, einen Einblick in die Arbeit des Rosenheimer Philatelistenvereins und die Geschichte des Postwesens der Stadt Rosenheim. Anschließend eröffnete Anton Heindl offiziell die Ausstellung.

Auf dem sehr gut besuchten Festabend am Samstag bedankte sich zunächst Hans Vorleitner bei den vielen Mitgliedern des Vereins, welche mit ihrer Arbeitsleistung buchstäblich Tag und Nacht zum Erfolg der Ausstellung mitgeholfen hätten. Sie wurden von ihm mit Urkunden und Medaillen ausgezeichnet.

Die Schirmherrin der Ausstellung, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, nannte in ihrer Ansprache den Brief frankiert mit einer Marke die wertvollste Art der Kommunikation. „Als ästhetischer Mensch gefallen mir besonders thematische Sammlungen wie „ Blumen sind das Lächeln der Erde“ oder „Rosen - Königin der Blumen“. Womit sie elegant den Bogen zur eine Woche später beginnenden Landesgartenausstellung schlug. Ihr Dank galt vor allem den Verantwortlichen des Vereins, den vielen Helfern, der Jugendleiterin Aenne Hotter und vor allem dem 1. Vorsitzenden, Hans Vorleitner.

Zum Abschluss der vom Rosenheimer Spielmannszug musikalisch umrahmten Veranstaltung führte der Vorsitzende des Preisgerichts, Thomas Höpfner, die Preisverleihung für die Wettbewerbsklasse durch. Die Tatsache, dass dabei zweiunddreißig Goldmedaillen vergeben werden konnten, zeugt von der außergewöhnlichen
Qualität der ausgestellten Sammlungen.

Eine zusätzliche organisatorische Herausforderung an den Verein und seine Mitglieder war die Tatsache, dass ein Woche zuvor der alljährliche Rosenheimer Großtauschtag veranstaltet wurde. Dieser war mit über 800 Besuchern wieder ein voller Erfolg, was nicht zuletzt auch auf die hervorragenden Bedingungen, wie ein mit der Inntalhalle sehr großzügiges Raumangebot und beste Parkbedingungen zurückzuführen war.

Manfred Czermak

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Der zur Eröffnung der ROBRIA von Ludwig Gambert bereits gewürdigte Ehrenvorsitzende des Rosenheimer Philatelistenvereins, Erwin Stumpf, führte von 1954 bis 1998 44 Jahre den Verein. In diesem Jahre ist er seit 68 Jahren Mitglied und feiert am 9. April 2011 seinen 90. Geburtstag. Dazu gratulieren ihm alle Rosenheimer Briefmarkenfreunde, und auch der Landesverband schließt sich den Glückwünschen gerne an. Das Foto zeigt Erwin Stumpf (links) mit dem heutigen Vorsitzenden, Johann Vorleitner, bei der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden 1998.

 

Thematische Philatelie Bayern e.V.
6. Erlanger Thematikseminar – ein Rückblick

Die Arbeitsgemeinschaft Thematische Philatelie Bayern e.V. veranstaltete am 16. Oktober 2010 erneut ein Tagesseminar für Anfänger und fortgeschrittene Sammler im Erlanger Waldschießhaus.

Dieses Mal konnten sich 34 Philatelisten zu einer Reise nach Erlangen entschließen, wobei nicht nur Teilnehmer aus Bayern, sondern auch aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen anwesend waren. Nach der Begrüßung der Teilnehmer und Referenten durch die Vorsitzende, Frau Gertraud Bachhofer, gab der Seminarleiter Johan van Soeren die Tagesordnung bekannt.

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Das Hauptthema von Prof. Dr. Damian Läge lautete „12 Blatt in einem Rahmen: Herausforderungen für Präsentation und Ausarbeitung“. Er ging anhand von sechs Beispielen der Frage nach, wie fange ich ein Thematikexponat an und wie beende ich dieses, damit der Betrachter nicht nur zu Beginn, sondern auch vom letzten Blatt begeistert ist.
 

Am Nachmittag wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet.

Eberhard Schmidt zeigte anhand von Beispielen, wie man sein Exponat verbessern kann durch thematische und philatelistische Bearbeitung, die Platzierung von seltenen Belegen und optische Verbesserungen am Exponat.

In der zweiten Arbeitsgruppe plauderten zwei Juroren aus dem Nähkästchen. Klaus-Peter Binanzer und Johan B.A. van Soeren zeigten Schwachstellen in der Bearbeitung auf. Gliederungen wurden vorgestellt, durchgearbeitet und optimiert. Auf vorgestellten Sammlungsblättern wurde durch geschickten Einbau von verschiedenen philatelistischen Elementen die Wertigkeit einer Ausstellungssammlung erhöht.

Prof. Dr. Damian Läge besprach zum Abschluss noch verschiedene Belege und zeigte die philatelistische und thematische Bedeutung auf.

In der abschließenden Diskussion wurde zum Ausdruck gebracht, wie notwendig solche Fachseminare nicht nur für Aussteller sind. Gleichwohl wurde auch der Wunsch nach Fortsetzung dieser Seminare geäußert.

Besonders gefreut hat uns, dass am Nachmittag auch der Landesvorsitzende Ludwig Gambert bei uns war.

Klaus-Peter Binanzer

 

Jurorenseminar Bayern
LV Bayern Jurorenseminar 2010

Das Team der Juroren des LV Bayern trifft sich jedes Jahr im November zu einem zweitägigen Seminar, das vor allem der Weiterbildung und dem Erfahrungsaustausch dient. Am 13. und 14. November 2010 war es wieder soweit, in Donauwörth trafen sich nicht nur die Kolleginnen und Kollegen aus dem eigenen Landesverband, sondern auch Delegationen aus den LV Sachsen, Südwest und Hessen. Unter der Leitung von Thomas Höpfner, dem Fachstellenleiter "Juroren und Aussteller", wurde ein umfangreiches Programm abgearbeitet.

Im praktischen Teil ging es unter dem Thema "Vorbereitung des Jurygesprächs" darum, anhand von aufgelegten Exponaten die Stärken und Schwächen herauszuarbeiten und dann einen Konsens darüber zu finden, welche Punkte im Jurygespräch behandelt werden sollten und welche Empfehlungen ausgesprochen werden können. Die besondere Herausforderung ist hierbei, die Interessen des Ausstellers zu berücksichtigen. Die zur Verfügung stehenden Exponate, u.a. "Sitzende Helvetia", "Sächsische Postgeschichte" und "Trommeln", waren bereits mehrfach ausgestellt und hatten teilweise hohe internationale Auszeichnungen erhalten.

Im fachlichen Teil gab es interessante Vorträge u.a. zu den Themen "Zensurpost 1. Weltkrieg" und "Inflation" sowie zur Folienproblematik mit vielen guten Beispielen und Hinweisen. Robert Binner, der Leiter der Philatelistischen Bibliothek München, stellte den neuen online-Katalog der Bibliothek in einer Live-Vorführung vor, die trotz einer "schwachen" Internetverbindung sehr informativ war.

Viele Diskussionen gibt es derzeit rund um die 1-Rahmen Exponate und das neue Reglement des BDPh, das eine Aufteilung in die so genannte Einstiegsklasse (mit 40-Punkte Bewertung) und den regulären Wettbewerb (mit 100-Punkte Bewertung) vorsieht. Während des Seminars wurde ausgiebig besprochen, wie die Jurierung das neue Reglement umsetzen sollte. Da die Theorie hier nicht alle Aspekte abdecken kann, wurde entschieden, die "Jurierung von 1-Rahmen Exponaten" zum Thema für den praktischen Teil der Seminare 2011 und 2012 zu machen.

Seit geraumer Zeit wird versucht, Verstärkung für das Team der Juroren zu gewinnen. Dies ist nicht einfach, da eine breit angelegte philatelistische Kompetenz, verbunden mit Ausstellungserfahrung, erwartet wird und die Juroreneinsätze sehr arbeitsintensiv sind. Wer sich hier angesprochen fühlt oder entsprechende Hinweise geben kann, möge sich bitte jederzeit melden.

Die zahlreichen positiven Beurteilungen und Kommentare der Teilnehmer bestätigen, dass das Seminar 2010 ein Erfolg war. So steht also das diesjährige Seminar, das wieder in Donauwörth stattfinden wird, unter sehr guten Vorzeichen.

Thomas Höpfner

 

Region Oberfranken
50 Jahre Verband Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine e.V.

Das erste Dezemberwochenende stand in Kulmbach ganz im Zeichen der Philatelie. In Zusammenarbeit mit der Stadt Kulmbach, die neben der 975-jährigen Geschichte der Stadt und die 875-jährige Geschichte der Plassenburg auch die 200-jährige Zugehörigkeit zu Bayern feiern konnte, richtete der V.O.B. im Foyer der Dr.-Stammberger-Halle eine Briefmarken-Wettbewerbs-Ausstellung im Rang 3, die „KUBRIA 2010“, aus. Trotz der schlechten Wetterbedingungen ließen es sich einige Aussteller nicht nehmen, den Weg nach Kulmbach anzutreten. Sogar aus Bielefeld war ein Aussteller angereist, um einige Tage im auch im Winter sehr schönen Kulmbach zu verbringen. Auch viele Besucher fanden den Weg in die Ausstellung und betrachteten sehr interessiert die  ausgestellten Exponate. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei dem Exponat von Hartmut Scholz aus Rödental gewidmet, der seine Sammlung „Biographie des Bieres“ im Ehrenhof zeigte.

Die feierliche Eröffnung der Ausstellung wurde vom Schirmherrn, dem Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm, vorgenommen. Weitere Redner waren der Landrat des Landkreises Kulmbach, Herr Klaus-Peter Söllner, der 1. Vorsitzende des Landesverbandes Bayerischer Philatelistenvereine e.V., Herr Ludwig Gambert, der 1. Vorsitzende
des Philatelisten-Clubs Kulmbach e.V., Herr Jürgen Arlt und der Präsident des V.O.B., Herr Dieter Simon, der gleichzeitig auch als Veranstaltungs- und Ausstellungsleiter fungierte.

Zum Festabend im Festsaal der Plassenburg konnte der Präsident des V.O.B. neben dem Schirmherrn auch den stellvertretenden Landrat, Herrn Jörg Kunstmann, sowie den LV-Vorsitzenden begrüßen. Der Festwirt begrüßte alle Anwesenden als Burgherr und erzählte Interessantes und Wissenswertes von „seiner“ Burg. Dieter Simon, der als Sprecher der Beiräte auch der Vorstandschaft des LV Bayern angehört, hatte sich für den 1. Vorsitzenden des LV-Bayern etwas Besonderes einfallen lassen.

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Wenn man schon 1. Vorsitzender des bayrischen Landesverbandes ist, sollte man auch wissen, wie man an das bayerische Grundnahrungsmittel Bier gelangt. Unter fachkundiger Anleitung des Festwirtes durfte deshalb Ludwig Gambert ein Fass Bier anstechen und bekam dafür ein Diplom für seine bestandene Zapferprüfung in Form einer Lederschürze überreicht. Das Fass Bier wurde dann als Freibier an die Gäste verteilt.

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Im weiteren Verlauf des Abends wurde dann der Regionalbeirat Günter Blessing für seine 25-jährige Tätigkeit als Regionalbeirat geehrt (Bild links), der neue Regionalbeirat für Oberbayern, Thomas Heckel, bekam seine Bestallungsurkunde (Bild rechts).
 

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Dem aus gesundheitlichen Gründen scheidenden Regionalbeirat Hans Dietmayr wurde für seine vorbildliche Arbeit in der Region Oberpfalz recht herzlich gedankt. Auch wenn er sein Amt nun offiziell niedergelegt hat, wird er für die von ihm bisher betreuten Vereine weiterhin da sein, wenn sein Rat oder seine Hilfe gebraucht wird.

Neben einigen Händlern war auch die Deutsche Post mit einer Sonderpost-Filiale vertreten, die die beiden Sonderstempel mitführte. Der V.O.B. hatte auch die jeweils passenden Umschläge vorbereitet, die am Stand des Philatelisten-Clubs Kulmbach von Vereinsmitgliedern verkauft wurden.

Auch die 160 Seiten umfassende Festschrift der Ausstellung wurde rege gekauft und von allen Seiten als sehr gelungen gewürdigt

Die Bekanntgabe des Juryergebnisses durch den Juryvorsitzenden Roland Gleißner rundete den Abend ab. Als bestes Exponat der Ausstellung konnte die Sammlung „Zur Entwicklung des Nachnahme- und Postvorschußwesens im Großherzogtum Baden von 1811-1878“ von Herrn Dr. Dieter Piwernetz aus Nürnberg ausgezeichnet werden.

Dieter Simon

 

Region München
200 Jahre Zoologische Staatssammlung München

Für das Ziel, die Philatelie zu fördern und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, gilt es auch einmal andere Wege zu beschreiten und verschieden ausgerichtete Ziele zusammenzuführen, wenn ein publikumswirksames Ereignis ins Haus steht.

Das Jubiläum „200 Jahre Zoologische Staatssammlung München“ gehört sicher zu diesen Ereignissen.

Die Zoologische Staatssammlung (ZSM) ist eine Forschungsinstitution für zoologische Systematik und ihre Anwendungen im weiteren Sinne. Grundlage der dort geleisteten Forschungsarbeit ist der in den Sammlungen steckende enorme, aber häufig versteckte Informationsgehalt. Zu den Hauptaufgaben der ZSM gehört der Erhalt dieser Informationen und dessen Erweiterung durch den Erwerb neuer Objekte bzw. Sammlungen. Zugleich sind diese Informationen auszuwerten und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die an der ZSM betriebene Forschung liegt vor allem in den Bereichen Taxonomie, phylogenetische Systematik, Morphologie, Biodiversität und Evolutionsbiologie. Wer hier nur an verstaubte Knochen und tote Tiere in Spiritus denkt wird überrascht sein, wenn er mit modernster Forschung wie DNS-Sequenzierung zur Ermittlung von Stammbäumen und verwandtschaftlicher Beziehung der Arten konfrontiert wird.

In der Zoologischen Staatssammlung München werden rund 20 Millionen zoologische Objekte archiviert. Sie ist damit eine der größten naturkundlichen Forschungssammlungen der Welt. Bei den Objekten handelt es sich um Belegmaterial, das in der über 200-jährigen Geschichte des Hauses von Wissenschaftlern und Fachamateuren zusammengetragen wurde.

Die Sammlungsbestände der ZSM werden ständig durch Schenkungen, Erbschaften oder Ankauf von Sammlungen großer Naturforscher, aber auch durch Forschungs- und Sammelreisen der rund 40 wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter der Staatssammlung ergänzt.

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Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, Direktor der ZSM und begeisterter Briefmarkensammler, und Prof. Dr. Klaus Schönitzer als Geschäftsführer der Freunde der ZSM e.V. initiierten den Gedanken, auch die Philatelie in das Jubiläum mit einzuschließen und für die Sammlerfreunde zwei individuelle Marken, ein Erinnerungskuvert und einen Sonderstempel

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anlässlich eines „Tages der offenen Tür“ am 14.5.2011 unter dem Motto „200 Jahre Zoologische Staatssammlung München“ und unter Würdigung ihres Gründers Johann Baptist Freiherr von Spix anzubieten.

Auch das Team „Erlebnis:Briefmarken“ konnte gewonnen werden und bietet den Sonderstempel (hier der Entwurf) vor Ort an. Vielleicht gelingt es auch, eine Werbeausstellung – vor allem zum Motiv „Tiere“ - bis dahin auf die Beine zu stellen.
 

Wir konnten die ZSM mit kostenlosen Entwürfen für die beiden Marken, das Erinnerungskuvert für die Sammler und ein weiteres für den Schriftverkehr der ZSM zu einer preiswerten Werbemaßnahme verhelfen. Die Freunde der ZSM e.V. haben die Möglichkeit, einen Obulus für ihr Ziel, die Förderung der ZSM und den Ausbau der Sammlung, zu erhalten. Die Post hat die Möglichkeit, ihre Produkte einem breit gefächerten Publikum vorzustellen und die Sammler können ihrem Hobby frönen.

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Darüber hinaus ist es der Tag der offenen Tür der ZSM sicher wert, auch einen Blick in eine staatliche Forschungssammlung zu werfen. Es fanden sich dabei in den letzten Jahren immer weit über 3000 Besucher ein.

Dies ist bereits unsere zweite Kooperation mit einem philateliefremden Verein. 2009 haben wir unser 30jähriges Vereinsjubiläum und den Tag der Briefmarke mit der 25jährigen Städtepartnerschaft Germering – Domont unter Mitwirkung des Deutsch-Französischen Vereins Germering e.V. verbunden, was unserem Tauschtag und unserer Briefmarken-Werbeausstellung mehr Besucher und auch mehr Beachtung in der Öffentlichkeit einbrachte.

Wir wünschen der ZSM und ihrem Förderverein beim Tag der offenen Tür und für die weiteren Jahre ihrer Forschungstätigkeit viel Erfolg und hoffen, dass auch viele Sammler dieses Ereignis besuchen.

Samuel Fleischhacker

 

Region München
Auszug aus dem Jahresbericht 2010 der
Philatelistischen Bibliothek München

  • Öffentlichkeitsarbeit
    Vier Email-Newsletter mit Informationen zu neuen Titeln wurden versandt. Die Zahl der angemeldeten Empfänger hat sich im Laufe des Jahres weiter erhöht. BDPh-Fernleiher können sich mit ihrer Email-Adresse registrieren lassen und erhalten so alle 3 Monate diese Listen zugesandt. Anmeldung an: stb.phil.kult @muenchen.de Im Dezember-Heft der Philatelie berichtete Herr Maassen in einem 4-seitigen Bericht mit vielen Fotos über seinen Besuch in unserer Bibliothek. Die Resonanz darauf war sehr gut und wird sich auch 2011 noch in den Besucherzahlen und bei der Fernleihe niederschlagen.

    Auf den Internationalen Briefmarken-Börsen München und Sindelfingen hatten wir wieder unseren Werbestand. Es wurden Neuzugänge präsentiert und die Recherche im Online-Katalog bei Fragen zum Bestand vorgeführt. Ein 45-minütiger Beamer-Vortrag zum Bestand und zur Recherche im Online-Katalog im „Forum für Sammler“ auf der Messe in Sindelfingen wurde von ca. 25 Besuchern wahrgenommen.
     
  • Medienangebot und -nutzung
    Der verfügbare Gesamtbestand ist zum Jahresende 2010 auf 52 576 (+1464) Titel gestiegen. Die Zahl der CD-ROM bzw. DVD-ROM Publikationen hat inzwischen 186 erreicht, es werden 10 Online-Zeitschriften und 79 Online-Publikationen gepflegt, dazu werden 539 Multimedia-Objekte (Links) im Katalog verwaltet.

    Der Lesesaalbesuch war im abgelaufenen Jahr sehr gut, die Ausleihe hat einen kräftigen Anstieg erfahren.
     
    • ·Lesesaalbenutzer 6814
    • ·manuelle Ausleihe 711
    • ·Gesamtausleihe 7545 (+23%)
       
  • Wertung und Ausblick
    Im Jahr 2011 feiern wir das 80jährige Bestehen der Philatelistischen Bibliothek in München. Zur Briefmarkenbörse in München (6.-8. 3. 2011) wird es dazu einen Sonderstempel und Sonderumschlag mit dem Bild von Christoph Otto Müller, dem Gründer der Philatelistischen Bibliothek, geben. Außerdem ist für das 2. Halbjahr eine kleine Ausstellung mit Vortrag für die Münchner Philatelisten in Planung.

Robert Binner

 

AlpenAdria 2011

Opatija lädt in diesem Jahr die Philatelisten der AlpenAdria-Regionen zur jährlichen Ausstellung – diesmal im Rang 1. Vom 14. bis 17. April zeigen im mondänen Seebad an der Kvarner Bucht, einem der ältesten Fremdenverkehrsorte Kroatiens, Top-Aussteller aus den sieben Alpen-Adria-Regionen ihre Exponate. Mit zehn Sammlungen sind Aussteller aus Bayern vertreten. Die Deutsche Post ist erstmals bei einer derartigen Veranstaltung selbst vor Ort und bietet einen attraktiven Veranstaltungsbeleg an.

Thomas Bauer

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