Heft 3/293 September 2005

 
LVaktuell

Heft 3 / 293

September 2005
 

Inhalt:
Tag der Briefmarke
Bauchfrei
Region Oberbayern West
Region München und Umgebung
Region Oberfranken Ost
Region Oberfranken Ost
Region Unterfranken
Sammlerschutz informiert
Sammlerschutz informiert
Information und mehr
Aus unseren Mitgliedsvereinen
In eigener Sache
Junge Briefmarkensammler in Bayern
Junge Briefmarkensammler in Bayern
Der Verband Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine (V.O.B.) stellt sich vor (I)
Leseecke
 

Tag der Briefmarke vom 08. – 09. Oktober 2005
in Cham
 

Bauchfrei
 

Da las ich doch kürzlich in der Zeitung, dass man an einer Realschule in – nennen wir den Ort mal Geilenhofen oder Dummenhausen – die Schulleitung „weite“ T-Shirts bereit hält, wenn die Schülerinnen allzu freizügig herumlaufen. Der Konrektor bedauert, dass sich in Deutschland eine Schuluniform kaum durchsetzen lasse.
 
Ich hätte mir kein Urteil erlaubt wenn ich nicht selbst in dieser Branche tätig wäre. Meine Stellungnahme: Ich möchte an keiner Schule unterrichten, in der „weite T-Shirts“ ausgegeben bzw. Schuluniformen getragen werden! Nein, was denken Sie jetzt! Nicht etwa, weil mir dann die bauchfreien Schülerinnen fehlen würden!

Nein, ganz einfach weil mir solche Zwänge verhasst sind und ich mich in einer derart engstirnigen, farblosen Umgebung niemals wohl fühlen könnte.
 
Leider bleiben wir auch in der Philatelie von ähnlich mittelalterlichen, napoleonischen und puritanischen Bestrebungen nicht verschont. Natürlich wird hier nicht bauchfrei verboten, aber es wird überaus gerne reglementiert und zentralisiert. Kaum  hatte die 1 Rahmen-Schau das Laufen gelernt, musste man ihr ein Reglement verpassen und eine Passpflicht ins Auge fassen. Die Anfertigung der Ausstellerpässe – bisher ehrenamtlich in den Verbänden – wurde kostenträchtig zentralisiert. Planungen für die Jurorenausbildung (seit über 30 Jahren hervorragend in Bayern durchgeführt) künftig zentral (wer soll die Fahrtkosten bezahlen?). Eine Abstimmung im Verwaltungsrat nicht einstimmig - schon werde ich vom Ehrenvorsitzenden eines Landesverbandes angerufen!
 
Alles schön einheitlich, schön „brav“, ohne Farbtupfer, ohne individuelle Färbung, ohne Mut zur Zukunft – so soll es sein? Fortschritt durch Rückschritt? Ich kann es nicht glauben. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Konnte ich doch zwei, drei ganz kleine Lichter am Ende des Tunnels erkennen. Ob sie heller werden?
 
Was soll insbesonders die Jugend von uns älteren Zeitgenossen denken? Unser Image ist angestaubt genug. Arbeiten wir mit gutem Gewissen weiter an dieser „Imagepflege“ bis sie uns alle davon laufen?
 
Wenn wir bestehen wollen, brauchen wir Individualisten mit Ideen die die „alten Zeiten“ schätzen und deshalb aus ihnen gelernt haben – sie aber nicht vorbehaltlos weiterführen. Also „bauchfrei“ für die Philatelie? Im übertragenen Sinn schon!
 
Einen goldenen Herbst wünscht Euch
Euer
 
LUDWIG GAMBERT,1. Vorsitzender LV Bayern
   

Region Oberbayern West

Vom 6. bis 8. Oktober 2006 findet in Bad Reichenhall der Deutsch-Österreichische-Philatelistentag unter dem Motto

„60 Jahre BDPh und 110 Jahre Deutsch -Österreichischer-Philatelistentag“

statt. Aus diesem Anlass haben sich im Juni Vertreter der beteiligten Verbände in Bad Reichenhall getroffen und über die Planung und Durchführung dieser Veranstaltung beraten und ihre Ideen vorgestellt.

Seitens der Deutschen Post AG ist die Markenübergabe der Ausgabe „Tag der Briefmarke“ geplant. Die Österreichische Post will den Erstausgabetag der Sonderbriefmarke „Philatelistentag“ auf den Veranstaltungstermin legen und den Ersttagsstempel in Bad Reichenhall zum Einsatz bringen. Das Auktionshaus DEIDER aus München führt eine Briefmarkenauktion mit dem Schwerpunkt Deutsch- Österreichische Postgeschichte durch.

Auch einige Postverwaltungen haben ihr Kommen angesagt. So ist außer der
Deutschen Post AG auch die  Postverwaltung von Österreich, sowie die der UNO Wien und UNO Genf dabei. Die Besucher des Philatelistentags können den Mitarbeitern der Österreichischen und  der Deutschen Staatdruckerei über die Schulter schauen.

Im Vorfeld findet für Kinder und Jugendliche ein Malwettbewerb statt und der von einer un-abhängigen Jury ermittelte schönste Entwurf wird als personalisierte Briefmarke gedruckt.

Auch eine große Anzahl von
Sonderschauen ist geplant. Angedacht sind im Einzelnen:

Unverausgabte Briefmarken (Brot für die Welt, Roter Adenauer usw.); Consilium Philatelie; Offene Klasse mit Jugendbeteiligung; Deutsch-Österreichischer Salon; Philatelie Regional (Heimatsammlungen, Ansichtskarten usw.); Philatelie für Einsteiger; 70 Jahre Tag der Briefmarke durch FG Tag der Briefmarke; Mini Sonderschau Jugend: 80 qm je zur Hälfte LR Bayern sowie Österreichischer Jugendverband; Darstellung der Philatelistischen Pressearbeit; 110 Jahre Deutsch-Österreichischer Philatelistentag und eine Ausstellung zum Thema Friedensreich Hundertwasser.

An Workshops und Seminaren sind bisher folgende Themenbereiche in Planung :
Forum Verbandsphilatelie - Briefmarkengestaltung mit Jugendlichen durch Herrn Margreiter - Vorstellungen von Homepages - Gespräch mit den Redaktionen vom MICHEL und Austria Netto Katalog – Öffentlichkeitsarbeit - Treffen der Arge Vorsitzenden zum Informationsaustausch - Treffen der LV Schatzmeister und Ausstellungswarte - Thematik Seminar (Referent Herr Prof. Dr. Läge).

Philatelistische Prüfer aus Österreich und Deutschland beantworten sicher gerne die Fragen der Sammler. Verschiedene Arbeitsgemeinschaften sind ebenso vertreten wie Verlage und Briefmarkenhändler.

Auch eine Postbeförderung von Salzburg nach Bad Reichenhall mittels
Postkutsche oder Postbus ist  vorgesehen, sowie  eine Bahnpostverbindung Salzburg – Bad Reichenhall.

Die Veranstaltung wird musikalisch von 2 Musikkapellen und einem Chor aus Salzburg umrahmt. Weiterhin sind Auftritte einer Trachtentanzgruppe vorgesehen.

Selbstverständlich werden sich der Landesverband Bayerischer Philatelisten - Vereine e.V. und die beteiligten Vereine an einem eigenen Werbe- und Informationsstand der Öffentlichkeit vorstellen.

Falls jemand noch andere gute, realisierbare und finanzierbare Ideen hat, so möchte er
diese bitte rechtzeitig der Geschäftstelle des LV-Bayern mitteilen. Diese Ideen könnten dann bei der nächsten Arbeitssitzung den Organisatoren vorgelegt und besprochen werden. Nicht alle bisher geplanten Aktivitäten werden wahrscheinlich umgesetzt werden können. Vieles hängt von der Finanzierbarkeit ab. Auch die zur Verfügung stehende Anzahl der Mitarbeiter könnte sich bei der Durchführbarkeit einzelner Projekte als Problem darstellen.

CW
 

Region München und Umgebung
 

Am 2. Oktober findet im Pelkovenschlössl, Moosacher  St. Martins Platz 2 (nähe OEZ – U1) unser Tauschtag, mit angeliedertet Werdebschau, statt. Das Interesseante an dieser Veranstatung ist, das diese durch fünf Münchener Vereine ausgerichtet werden.
 
Im einzelnen sind dies: BBSV von 1883, TAUMA, München –Süd, BAVARAIA und PSV „Siemens“ München.
 
BDPH Mitglieder haben zu diesem Tauschtag freien Eintritt. Dafür benötigen wir aber die Vorlage des BDPh Ausweises an der Kasse.

 
Entwurf
 


Am darauf folgenden Sonntag, 9. Oktober, wird die Werbung für unser gemeinsammes Hobby durch den  Briefmarkenverein München-Neuperlach weitergeführt. An diesem Tag findet in der LVA Oberbayern, Thomas-Dehler-Str.3. eine Briefmarken- ausstellungs statt. 
 
Der Höhepunkt des Oktobers ist die Rang 3 Ausstellung der TAUMA vom 22. bis 23.10, im Bürgersaal, Fürstenried-Ost, Züricherstr.35. (U3-Forstenrider Allee), die gleichzeitig der Anfang der 200 Jahrfeiert – Königreich Bayern - in München ist.

CW
 

Region Niederbayern
VOM KREUZER ZUM EURO

Unter diesem Motto fand vom 11.04. bis 29.04.2005 in der Kundenhalle der Sparkasse Straubing-Bogen eine überaus sehenswerte Ausstellung statt.
 

Das Konzept der Zusammenarbeit von Philatelisten mit öffentlichen Institutionen hat sich wieder einmal bewährt und ist nachahmenswert.
 
Der Empfang bei der Eröffnung am 08.04.05 hätte jeder Rang 2 Ausstellung zur Ehre gereicht. Zahlreiche Prominenz war dazu erschienen:
 
Als Schirmherr der Veranstaltung fungierte kein geringerer als der Parlamentarische Staatssekretär a.D. und MdB E. Hinsken.
 

Des weiteren konnten begrüßt werden:
Herr Karl Bauer - 1.Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Straubing-Bogen
Herr Reinhold Perlak – Oberbürgermeister der Stadt Straubing

Herr Vicari - 1. Bürgermeister
Herr Pannermayr - 3. Bürgermeister
Frau Christa Heisinger – Stellvertretende Landrätin
Herr Schedlbauer - Bürgermeister der Stadt Bogen und
                               Bezirksrat
Herr Hans Ritt - Bezirksrat
Herr Ludwig Gambert – 1. Vorsitzender des Landes-
                                      verbandes Bayerischer Philate-
                                      listen-Vereine e.V.
Herr Reiner Wyszomirski – stellvertretend für den Präsiden
                                        -ten des Bundes Deutscher
                                        Philatelisten

Herr Eberhard Höck – Regionalbeiratssprecher des Landesverbandes Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V.
Herr Claus Schimmel -  1. Vorsitzender der Briefmarkenfreunde Grimma 1887 e.V.
Herr Erwin Hofbauer – Obmann des Briefmarkenvereins „Zwiespallen“ aus Frankenburg am Hausruck in Oberösterreich
Darüber hinaus war die Anwesenheit zahlreicher Vereinsvorsitzender und Vereinsmitglieder sehr erfreulich. Die gelungene musikalische Umrahmung wurde gestaltet durch die Musikfreunde Straubing-Bogen e.V. unter der  altbewährten Leitung von Studiendirektor a.D. Toni Detterbeck.
 
Am 11.04.05 war das Team „Erlebnis Briefmarke“ vor Ort, bei dem die Sammler den begehrten Sonderstempel zur Veranstaltung und Erinnerungsbelege erhalten konnten.
 
Der Landesverband Bayerischer Philatelisten-Vereine e.V. bedankt sich beim Philatelisten-Club Straubing e.V. unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Kaupert für die gelungene Präsentation der Philatelie in der Öffentlichkeit anlässlich seines 111-jährigen Bestehens. Weiter so!

(LGO)
 

Region Oberfranken Ost

Die Briefmarken-Sammler-Vereinigung Helmbrechts e.V. feiert am 22./23. Oktober 2005.  Im Bürgersaal der Stadt Helmbrechts ihr 50-jähriges Vereins-Jubiläum.
 
Aus diesem Anlass findet an beiden Tagen eine Werbeschau im Bürgersaal statt. Die Vorstände der Oberfränkischen Briefmarken-vereine kommen am Samstag, den 22. Oktober zu einem Tischrundengespräch zusammen.

 
Am Sonntag ist von 9.00 bis 17.00 Uhr Tausch für Briefmarken-, Ansichtskarten und Münzen. Ein Sonderstempel ( 23.10.2005 ) und ein Sonderbrief-Umschlag wird herausgegeben.
 
Die Briefmarkensammler-Vereinigung-Helmbrechts e.V. lädt alle Philatelisten hierzu recht herzlich ein.
 
Weitere Auskünfte erteilt Herr Berthold Ludwig (1. Vorsitzender), Talstraße 8, 95233 Helmbrechts, Telefon 09252 / 9 23 45, FAX 09252 / 9 23 46

Region Oberfranken Ost

Im Jahre 1985, also vor genau 20 Jahren, wurde in Bayreuth der Verein für postgeschichtliche Forschung in Oberfranken gegründet. Vom 29.10. bis 1.11.2005 stellt dieser Verein im Rathaus in Bayreuth in einer Werbeschau einen Querschnitt durch die Postgeschichte von Oberfranken vor.
 
Das heutige Oberfranken besteht im Wesentlichen aus den ehemaligen Gebieten der Markgrafschaft Kulmbach-Bayreuth, dem Bistum Bamberg und dem Herzogtum Coburg. Von den Anfängen der Post in diesen Gebieten bis zu den heutigen Briefzentren wird die gesamte Palette der Postgeschichte in Sammlungen einzelner Orte gezeigt und beschrieben. Auch Spezialsammlungen, die sich mit bestimmten Stempeln der Region beschäftigen, so zum Beispiel die Flugpost in Oberfranken oder die Postablagestempel in Oberfranken, werden zu sehen sein. Ausführlich wird die Postgeschichte von Bayreuth dargestellt und die Forschungsergebnisse durch den betreffenden Auszug des Handbuches gezeigt.
 

Diese „Bibliothek für postgeschichtliche Heimatforschung in Oberfranken“ erscheint in Loseblattform und die Mitglieder bekommen jährlich Ergänzungslieferungen. Der Katalog behandelt alle Tagesstempel und besondere Stempel der oberfränkischen Postorte in alphabetischer Reihenfolge. Angabe der Verwendungsjahre und aller Besonderheiten mit vollständigen Orginalabbildungen. Daneben gibt es noch Kataloge, die sich mit bestimmten Stempeltypen beschäftigen, wie den „Katalog der Sonder- und Werbestempel“, den „Katalog für Maschinen-Serien-  stempel“, „Bahnpoststempel in Oberfranken“, „Gebühr bezahlt Stempel“ und einige mehr.
 

Auf der Internationalen Briefmarken Börse in München im kommenden Jahr wird der V.O.B. diese Kataloge interessierten Sammlern zum Kauf anbieten. Sicher bietet das Studium dieser Veröffentlichungen für den einen oder anderen Sammler Ideen und Anregungen, wie er an die Postgeschichte seines Ortes oder seiner Region herangehen kann.
Selbstverständlich nimmt der Verein auch gerne neue Mitglieder auf. Diese müssen nicht unbedingt aus Oberfranken sein, sollten sich aber für die Postgeschichte dieser Region interessieren. Für weitere Auskünfte steht der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Walter Roßner, Bayreuther Straße 93, 95213 Münchberg oder der Präsident des V.O.B. , Herr Dieter Simon, Oberehesberg 13, 95355 Presseck gerne zur Verfügung.
Der Verein für postgeschichtliche Forschung in Oberfranken und der Verband Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine würden sich natürlich sehr darüber freuen, recht viele an der Postgeschichte interessierte Sammler auf der Veranstaltung in Bayreuth begrüßen zu dürfen.

D. Simon
 

Region Unterfranken

Die MABRIA´05 findet zwar erst in einem Monat statt, aber der philatelistische Herbst erfordert bereits besondere Hinweise zu den anstehenden Veranstaltungen unserer Vereine. Sie, liebe Leser, sollen nicht nur informiert, sondern auch eingeladen und umworben sein. Wie alle wollen ja möglichst viele Sammler zu unseren Vereinsveranstaltungen bringen. Der Besuch von Großtauschtagen, Börsen und Messen gehört zu einem reizvollen und erfolgreichen Sammeln mit vielfältigen Sammlerkontakten erfreulichen Tausch-, Kauf und Verkaufsgelegenheiten.
 
So lädt der Briefmarkensammler-Verein 1952 Hammelburg e.V. für So.- 9.10.2005 von 9-16 Uhr wiederum in die Schwedenberghalle in Elfershausen ein, unweit der Ausfahrt Hammelburg der A 3. Parkplätze sind ausreichend vorhanden, und auch für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt.
 
Traditionsgemäß am ersten Sonntag im November, am 6.11.05 führt der Briefmarkensammler-Verein Schweinfurt e.V. von 9-16 Uhr seinen alljährlichen Großtauschtag im Pfarrzentrum St. Kilian durch, bei dem die Briefmarkensammlerschar natürlich ebenfalls herzlich willkommen ist.
 
Und Sie wissen: Sammeln macht Spaß – Briefmarkensammeln macht riesigen Spaß!

W.Gabriel
 

Sammlerschutz Informiert

Jedes Mitglied im Bund Deutscher Philatelisten ist über die entsprechenden Fachstellen rechtsschutzversichert. Weitere Informationen erhalten Sie ebenfalls bei dieser Fachstelle.
 
Ich teile mit, dass die Angelegenheit über den Landesverband Bayerischer Philatelisten Vereine e.V.,  Fachstelle Recht und Sammlerschutz gelaufen ist.
 
Auch im Namen des LV Bayern e.V. bitte ich um Veröffentlichung. Sollten Sie diesen Bericht per E-Mail wünschen, so schicken Sie bitte eine Mail an Heiko.Übler@t-online.de

Dr. Heiko Übler

Hakenkreuz-Marken

Gem. § 86 a StGB steht auf das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen unter der Strafandrohung einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe. Betroffen sind insbesondere Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen. Gem. § 86 a Abs. 3, § 86 Abs. 3 tritt keine Strafbarkeit ein, wenn das Kennzeichen der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.
 
Die Darstellung von Marken und Belegen des Dritten Reichs fällt unter den Begriff: Berichterstattung, Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte. Dies ist damit zweifelsohne erlaubt.
 
Die Darstellung zum Verkauf fällt hierbei jedoch nicht herunter. Die Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen sind daher abzudecken.

Dr. Heiko Übler

 

Sammlerschutz Informiert
Gewährleistungsausschluss beim Briefmarkenkauf (auch im Internet)

Ein Gewährleistungsausschluss ist aber nur dann zulässig, wenn es sich um einen Verkauf von einem Privatmann - im Gesetzeswortlaut: Verbraucher - handelt. Bei Veräußerung durch Geschäftsleute - im Gesetzeswortlauf: Unternehmer - ist ein derartiger Gewähr- leistungsausschluß unzulässig, egal wie er auch formuliert ist.
 
Der Kommentar der Fachstelle hierzu lautet:
 
Die Veräußerung philatelistischer Gegenstände kann auch unter Ausschluss der Gewährleistung erfolgen. Das Amtsgericht Bad Arolsen hat hierzu entschieden, dass folgende Formulierung nicht ausreicht: „ Da ich selbst nur Sammler bin und der Verkauf aus privater Hand erfolgt, kann ich natürlich - vor allem bei Sammlungen und Lots - nicht die EU-übliche Garantie und ein Rückgaberecht einräumen, sowie es halt immer so schön neuerdings bei den Ebay-Auktionen heißt. Bitte berücksichtigen Sie das bei Ihrem Gebot!“ Am eindeutigsten erfolgt der Gewährleistungsausschluss durch die Formulierung „Die Gewährleistung ist ausgeschlossen.“ Zwischen Garantie und Gewährleistung bestehen große Unterschiede. Deshalb ist diese Formulierung bei einem Angebot anzugeben. Der Ausschluss der Gewährleistung ist aber nicht das letztendliche Mittel, um gefälschte oder beschädigte Marken zu veräußern. Sollte ein derartiger Gewährleistungsausschluss bei einer Internet-Auktion in einem Angebot enthalten sein, so ist aus Käufersicht besonders auf die Echtheit und Fehlerfreiheit zu achten.
Es wird dringend angeraten, sich beim Anbieter per Nachfrage versichern zu lassen, daß es sich um ein Original handelt. Gegebenenfalls sind Prüfatteste und -befunde in Kopie anzufordern. Sollte der Interessent keine Antwort hierauf erhalten, ist dringend anzuraten, von einem Kauf Abstand zu nehmen. Andererseits bedeutet die Tatsache, daß Prüfatteste und Befunde oder die Zusicherung der Echtheit bzw. Mangelfreiheit jeden Gewährleistungsausschluss zum Kippen bringen. Wenn ein Verkäufer in der Produktbeschreibung oder auf Nachfrage vor Kaufabschluß erklärte, die Marke sei echt bzw. mangelfrei, wird der Gewährleistungsausschluss unwirksam, wenn der Verkäufer den Käufer arglistig getäuscht hat. Die arglistige Täuschung muß der Käufer beweisen. Jedoch ist diese generell anzunehmen, wenn falsche Prüfatteste und -befunde übersendet werden. In diesem Fall ist es kein Problem, einen Mängelanspruch gerichtlich durchzusetzen.
 
Bei Problemen mit Internetauktionen bezüglich philatelistischer Belege können Sie sich an die Fachstelle Recht- und Sammlerschutz im Landesverband Bayern wenden. Die Adresse lautet:
 
Landesverband Bayerischer Philatelisten Vereine e. V.
Fachstelle Recht und Sammlerschutz
Dr. Heiko Übler
Luitpoldplatz 24
92237 Sulzbach-Rosenberg
Tel.-Nr. 09661/ 53201
Fax: 09661/3684
 

Information und mehr:
Museum für Kommunikation Nürnberg

Von o.g. Institution erreichte uns nachfolgende Zuschrift:
 
„Sehr geehrter Herr Gambert,
 
im Zuge einer neueingerichteten Abteilung ‚Briefe, Marken, Schreibkultur’ in unserem Haus möchten wir gerne Philatelisten in ganz Bayern auf uns aufmerksam machen die daran sicher großes Interesse haben werden.
 
Dazu brauchen wir allerdings noch Adressen von möglichst vielen bayerischen Philatelisten-Vereinen, die wir gerne in unseren Presseverteiler aufnehmen und kontaktieren würden. Vielleicht können Sie mir in dieser Sache weiterhelfen, ich wäre Ihnen sehr verbunden und würde mich über eine Antwort von Ihnen freuen.
 
Mit freundlichen Grüßen, gez. Jutta Huber“
 
Da der Landesverband - wie Sie wissen – aus Datenschutzgründen an Außenstehende keine Adressen weitergibt, bitten wir Sie bei Interesse Ihre Anfrage direkt an das Museum für Kommunikation Nürnberg, Lessingstr. 6 (Verkehrsmuseum), 90443 Nürnberg, zu richten. Wir würden es begrüßen wenn möglichst viele von dieser Möglichkeit Gebrauch machen (Tel. 0911/2308881, Fax  0911/2308896).
 
Ich war bereits in der Ausstellung und kann den Besuch sehr empfehlen!

(LGO)

Himmelstadt plant Pfad für Philatelisten
- Teil des Weihnachtsparks -

Himmelstadt (PP) Der erste Philatelistenlehrpfad in Deutschland wurde in einer kleinen Feierstunde durch die Gemeinde Himmelstadt (Lkr. Main-Spessart) der Öffentlichkeit vorgestellt. In Anwesenheit des Präsidenten des Geschäftsbereiches von Gewerbekunden der Deutschen Post AG, Werner Scheller (Stuttgart), präsentierten Himmelstadts Bürgermeister Harald Führer, Landschaftsarchitekt Günther Hurrlein (Landschaftsarchitekturbüro Hurrlein) sowie Reinhard Steinmetz (r+s Werbeagentur) die Planungen für den Himmelstadter Weihnachtspark mit dem ersten Philatelistenlehrpfad.
 
Gefördert wird das Projekt durch die Europäische Union im Rahmen von „Leader Plus“. Bis zum 1. Advent dieses Jahres sollen die wesentlichen Bausteine des Weihnachtsparkes stehen.
Die Gemeinde Himmelstadt ist weltweit als Adresse für Post an das Christkind bekannt und betreibt inzwischen seit 20 Jahren „ihr“ Weihnachtspostamt.

(Quelle: MAIN-POST, Juli 2005)
 

Aus unseren Mitgliedsvereinen
BSV Weilheim (01 044):

Neuer Vereinstreff:
Oberland Klinik, Konferenzraum, 2.Etage, Pütrichstr.30, 82362 Weilheim - Jeden Sonntag von 9.00 – 12.00 Uhr

Bedeutende deutsche Wissenschaftler
Motto des diesjährigen „Tag der Briefmarke“

Der diesjährige "Tag der Briefmarke 2005" steht unter dem Motto "Bedeutende deutsche Wissenschaftler".
 

Wie in allen vorhergehenden Jahren üblich, wird jeder Mitgliedsverband des BDPh e.V. zu diesem Anlass einen Sonderumschlag herausgeben, der mit einem entsprechenden Sonder-

stempel abgestempelt wird.
 
Gleichzeitig legen die Mitgliedsverbände eine gemeinsame Gedenkmappe auf, die von    Interessenten erworben werden kann.
 
Diese Gedenkmappe (Preis 30 EURO zuzügl. Porto) beinhaltet sämtliche Umschläge (Plusbriefe und Pluskarten).
 
Interessenten wenden sich bitte an:
 
Willi Castro, Postfach 100926, 80083 München
 

Internationale Briefmarken-Börse Berlin 2005

Im Mittelpunkt der diesjährigen Internationalen Briefmarken-Börse Berlin vom 8. bis 10. September 2005 steht der Starboxer Max Schmeling, die Black Penny und der Olympia- und Sport-Philatelisten Club Berlin.
 
Exponate aus 12 verschiedenen Landesverbänden und aus Österreich konkurrieren in 150 Ausstellungsrahmen in der Wettbewerbsausstellung ARENA 2005.
Die Deutsche Post AG gibt drei Sonderstempel heraus, passend zu einem davon kommt eine Schmeling - Messe-Ganzsachen heraus.
In der Sonderschau „BLACK PENNY – Mutter aller Briefmarken“ präsentiert Franz Zehenter, aus Österreich, die 1840 erschienene erste Briefmarke der Welt.
 
Im Forum stehen als Programmpunkte eine Podiumsdiskussion zum Erwerb und Verkauf von Briefmarkn, ein Vortrag des letzten DDR-Postministers Hans-Jürgen Niehof, sowie Referate zu Internet-Auktion, den letzten DDR-Sperrwerten und moderner Privatpost  fest.
Zahlreiche Verbände und Arbeitsgemeinschaften beraten an ihren Ständen die Sammler. In einem speziellen Bereich erwartet jugendliche Sammler ein  besonderes Action-Programm.

Philatelia-Messe Köln 2005

Der Verein „Frau und Philatelie“ - beteiligt sich bei der Sonderschau auf der Philatelia-Messe in Köln vom 22.-24. September 2005 und zeigt auf  einem eigenen Stand die Aktivitäten des  Vereines.
 
In dieser Ausstellung wird  eine größere Anzahl Exponate von Sammlerinnen und Sammlern gezeigt, dabei sind sowohl prämierte Objekte als auch neue Themen zu sehen:
 
- Dauerserie Frauen der Deutschen Geschichte „Portostufen und Abarten“ von Eva Rolniczak (Herr Prof. Gerd Aretz hat die Dauerserie gestaltet)
 
- „Sehen statt Hören – Hören statt sehen“ von Frau Elly Minten, Niederlande
 
- „Träumereien“, Gemälde von Paul Gaugin und „Trachten“ (die Serie  wurde von Hannelore
  Heise entworfen) von Ursula Mitterhuber
 
- „Berühmte Frauen – Geliebte Mätressen“ von Herrn Theodor Schultze, Berlin
 
- „Werbung auf Briefmarken“ von Hannelore Schult
 
Während der Ausstellung – und nur dort – wird eine personalisierte Briefmarke der Niederlande herausgegeben.  Sie wird nur in Köln mit einem Stempel der niederländischen Post versehen, kann dann vor Ort abgestempelt und als „echt gelaufen“ verschickt werden (ein Geschenk des  holländischen Mitgliedes Frau Marita Brockmann).
 
Des weiteren kommt der Loseblatt-Katalog Band 1 von  „Frauen-Biographien“ heraus. Dieser Katalog ist eine Biographien-Forschung über alle Frauen die weltweit auf Briefmarken erschienen sind.
 
Der Verein  „Frau und Philatelie“ ist jedoch keine ArGe, sondern ein richtiger Verein (im übrigen gibt es in Deutschland nur zwei Frauenvereine: Den

  • „1. Frauen- Philatelistenclub Deutschland von 1977 e.V.“, Berlin, Vorsitzende Frau Hildegard Langwost und
  • „Frau und Philatelie“, Viersen, Vorsitzende Frau Christine van Ratingen.

Die Mannschaft um Frau Christine van Ratingen  freut sich auf zahlreiche  Besucherinnen und Besucher auf der Messe in Köln

CW.
 

In eigener Sache

Offensichtlich ist es auf Grund einer Fehlinformation zu der Annahme gekommen, Herr Knopp, 1. Vorsitzender des Vereins Landshut, habe sich widerrechtlich Kopien der Wahlunterlagen beschafft.  Herr Knopp bestreitet dies und es besteht kein Anlass ihm zu misstrauen.
 
Der Verursacher der Fehlinformation hatte nach der Wahl zeitlich versetzt zwei völlig konträre Auskünfte erteilt. Der mehrfachen Bitte um eine schriftliche Stellungnahme zur lückenlosen Aufklärung der Angelegenheit ist er leider bis heute nicht nachgekommen. Wir bitten deshalb Herrn Knopp, vorliegende späte Stellungnahme zu entschuldigen.
 
Für die Vorstandschaft
L. Gambert

Bitte um Mithilfe bei der Gestaltung der LV-aktuell

Ich wende mich heute als Redakteur der LV-aktuell und als 2. Vorsitzender des LV-Bayern an alle Mitglieder und Freunde des LV-Bayern mit einer großen Bitte :
 
Helft mit bei der Gestaltung unserer LV-aktuell !
 
Schon mehrfach erging dieser Aufruf an die Mitglieder unseres Verbandes. Leider war das Ergebnis mehr oder weniger gleich Null.
 
Kritiken, wie Käseblättchen oder überflüssige Papierverschwendung, werden zwar massiv und sehr lautstark vorgetragen, aber mitarbeiten und besser machen – nein danke. Am allerwenigsten sind die lautstärksten Kritiker dazu bereit. Aber es soll auch besonnene, konstruktive Kritiker geben.
 
Wir sollten nicht vergessen, dass die LV-aktuell unser Verbandsorgan ist und wir Ihre Hilfe benötigen. Schicken Sie mir Artikel über Themen, von denen Sie der Meinung sind, dass sie einen größeren Kreis interessieren. Also nicht nur Artikel über die Ehrung des Mitglieds soundso, der zwar in Ihrem Verein eine anerkannte Persönlichkeit ist, aber darüber hinaus nicht bekannt ist.
 
Haben Sie einen Beleg zu dem Sie Fragen haben ? Stellen Sie diese Fragen doch der gesamten Leserschaft der LV-aktuell.
 
Was interessiert, wissen Sie als Leser doch am Besten.
 
Eine andere Form der Mitarbeit ist die Mithilfe bei der Finanzierung der LV-aktuell. Auch hier könnten viele helfen, indem sie Firmen finden, die durch eine Anzeige zur Finanzierung beitragen.

  • Haben Sie einen Briefmarkenhändler in Ihrem Verein ?
  • Wirbt er schon in unserer LV-aktuell ?
  • Sind Sie guter Kunde bei einem Briefmarkenhändler oder Auktionshaus und können diesen vielleicht davon überzeugen eine Anzeige in unserer LV-aktuell zu schalten ?
  • Kennen Sie sonst jemanden der vielleicht daran interessiert sein könnte in unserer LV-aktuell zu werben ?

Mir geht es nicht darum, die laut schreienden Kritiker mundtot zu machen, denn dies wäre ein Kampf gegen Windmühlen, sondern darum, dass sich jeder Leser der LV-aktuell schon auf die nächste Ausgabe freut. Dies kann aber nur durch die Mitarbeit vieler bei der Gestaltung des Inhaltes funktionieren.

W. Castro
 

Junge Briefmarkensammler in Bayern
Landesring Bayern der Deutschen Philatelisten Jugend
 

Auch dieses Jahr veranstalteten wieder die Gruppen Erlangen, Poing und die ÜÖG in Wertingen Ferienprogramme um Kindern die bunte Welt des Briefmarkensammelns näher zu bringen. Vom Erlanger Gruppenleiter Martin Willand erreichte uns dazu folgender Bericht:
 
Mit einem buntgemischten Programm wartete unser Ferienprogramm am 04. und

11.08.05 von 14 – 17 Uhr auf. Nachdem wir unsere Webetrommel diesmal schon zum Tag der Jungen Briefmarkenfreunde und im Vorfeld dazu kräftig geführt hatten, erwarteten wir einen viel stärkeren Besuch, als in den Vorjahren (2004 80 Kinder an 2 Nachmittagen). Dies traf auch ein.
 
Daher waren sowohl die Zeit, als auch unser Programm und die Räumlichkeiten großzügiger vorgesehen. (Motto: „Briefmarken im Siemens-Sportheim)
 
Meine Informationen an die Jugendlichen: „Was sammelt man“, „welche Kriterien setze ich mir bei der Vielfalt der Marken“ und „wo liegen meine Interessen?“
  

Dies versuchte ich meinem jungen Publikum zu vermitteln, anhand von Overheadfolien, Original-Belegen, sowie an mitgebrachten Beispielen (ca. 30 min), Fragen der Jugendlichen und sie wurden dann in kleinen Gruppen von unseren Senioren betreut.
 
Danach war eine Aktionsrunde am Computer für alle angesagt.
Philamemory (vom Schwaneberger-Verlag für unsere Veranstaltung freigegeben): Die Kinder traten in Zehnergruppen gegen die Zeit an.
 
Die 3 besten einer Gruppe erhielten je einen

Katalog oder Beleg als Preis. Dabei ging es natürlich etwas lautstark zu, als nach jedem Spiel die verbrauchte Zeit angezeigt wurde.
 

Junge Briefmarkensammler in Bayern
Landesring Bayern der Deutschen Philatelisten Jugend
 

Die 3 Zeitbesten vom 04.08. kämpften am 2. Nachmittag mit den 3 Zeitbesten vom 11.08. um 3 Pokale, die uns ein Sponsor gestiftet hatte. Hierbei ging es dann natürlich ganz heiß her. Das Spiel kommt im Herbst wahrscheinlich in 2 Versionen auf den Markt und zwar eine leichtere für 6-9 jährige und eine schwerere für 10-18 jährige. (Beide waren bei uns im Testeinsatz). Ich konnte feststellen, dass auch die Erwachsenen versuchten, eine gute Zeit zu erreichen, aber gegen die Jugend

keine Chance hatten.
 
Danach wurde wieder zur Ordnung gerufen und es ging im Programm weiter mit Motivblattgestaltung am Computer und Beratung der Jugendlichen durch 5 unserer Senioren, die Gruppen berieten und Erklärungen gaben. Ein Senior stellte hinterher fest: „jetzt habe ich 40 Jahre Philateliewissen ausgepackt, trotzdem fragen die immer noch weiter.“
Die Senioren hatten auch Alben, um den Jugendlichen zu ihren mitgebrachten Sammlungen etwas weiter zu helfen. Auch die Möglichkeit zum untereinander Tauschen wurde von einigen wahrgenommen.
 
Danach folgte die schon lange erwartete Verlosung von Briefmarken, Katalogen und gestifteten Preisen von Albenverlagen. Hierbei wurde nur die Reihenfolge ausgelost, wer sich wann einen Preis aussuchen darf. Natürlich waren die niedrigeren Zahlen stark beneidet, da hier die Auswahl noch groß
 
war. Aber es hat jedes Los gewonnen, es gab keine

Nieten. Die angesetzten 3 Stunden vergingen wie im Fluge, sowohl beim ersten, als auch beim zweiten Nachmittag. Ein Wiedersehen im nächsten Jahr 2006 wurde zugesagt und es wird sicher auch befolgt werden, da bin ich mir sicher.        

W. Wurmb
 

Der Verband Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine (V.O.B.) stellt sich vor (I)

Zunächst möchten wir uns bei allen Mitgliedsvereinen des Landesverbandes Bayerischer Philatelisten Vereine dafür bedanken, daß sie uns auf der diesjährigen Hauptversammlung in Michelau mit der Durchführung des Landesverbandstages im kommenden Jahr beauftragt haben. Wir werden uns bemühen, dass diese Veranstaltung, eingebettet in die Landesgarten- schau in Marktredwitz, zu einem schönen Erlebnis für alle Teilnehmer wird. Da der Begriff V.O.B. in den vergangenen Jahren teilweise zu Irritationen, beziehungsweise zu der Frage „wer oder was ist das?“, geführt hat, möchte ich versuchen diesen Verband kurz vorzustellen.
 
Die schlechte Unterstützung durch den LV-Bayern führte zu den Bestrebungen, den LV-Bayern in die Verbände „Nordbayern“ und „Südbayern“ aufzuteilen. Dies wurde aber vom LV-Bayern abgelehnt.
 
Der Philatelisten Club Kulmbach – schon geographisch nahezu im Mittelpunkt Oberfrankens gelegen – machte es sich zur Aufgabe, alle Vereine des damaligen Grenzlandes zu vereinen. Nach längeren Vorbereitungen konstituierte sich dann am 1. September 1960 mit dem vorläufigen Sitz in Kulmbach der VOB, Verband Oberfränkischer Briefmarkensam-mlervereine, zunächst mit sieben Vereinen.
 
Was der VOB unter seinen beiden Vorsitzenden Walter Kerl und Georg Schmidt, Kulmbach, innerhalb des ersten Jahres geleistet haben, ist einmalig und vorbildlich. 20 Vereine mit rund 1000 Mitgliedern waren eine große Interessengemeinschaft geworden. Davon hatte allein der VOB selbst drei gegründet. Die monatlich erscheinenden ca. 12 seitigen VOB-Rundschreiben stellten die Verbindung untereinander her. Viele wichtigen Fragen, die alle Vereine angingen, wurden bereits in diesen als Nachschlagewerk gestalteten Blättern behandelt. Innerhalb weniger Monate war es gelungen, 100 verbandseigene Glasausstellungsrahmen anzuschaffen. Der Vorsitzende des VOB betreute durch laufende Besuche die angeschlossenen Vereine, hielt Vorträge und stand beratend zur Seite. Der Besuch untereinander wurde durch Werbeschauen, Ausstellungen und Tauschtage bei entsprechender Reklame stark gefördert.
 
Durch eine Protestaktion an das damalige Bundespostministerium wegen der schlechten Gestaltung der deutschen Briefmarken machte der VOB die Öffentlichkeit, die Presse und die Behörden darauf aufmerksam.
 
Die oberfränkischen Vereine sind durch die Gründung des VOB eine große Gemeinschaft mit gleichen Interessen geworden, eine Vereinigung, die sich gegenseitig unterstützt und die immer nur ein Ziel vor Augen hat : die Sammler nach besten Kräften zu betreuen und ihnen beim Aufbau ihrer Briefmarkensammlungen zu helfen.
 
Nicht wenig dazu beigetragen hatte auch der neueingerichtete VOB-Rundsendedienst, dessen Erfolge als außergewöhnlich gut bezeichnet werden mussten, seien es nun Einlieferungen von Briefmarken aller Art als auch die Entnahme durch die einzelnen Vereine.
 

(Genauer Wortlaut des Artikels „Ein Jahr VOB“,
nachzulesen in der Festschrift zur „OPHILA 1961“,
der 4. Kulmbacher Briefmarkenausstellung)
 

Leseecke
MICHEL-Deutschland-Katalog 2005/2006
 

Dieser bekannte deutsche MICHEL-Briefmarken- Katalog bildet die Arbeitsgrundlage für die überwiegende Mehrheit der Sammler deutscher Briefmarken nicht nur hierzulande, sondern überall in der Welt. Auch in dieser neuen Auflage wurden wieder alle Texte und Preisangaben genauestens kontrolliert und, wenn nötig, geändert und verbessert. Außerdem konnten Preiserhöhungen und wesentliche Ergänzungen vorgenommen werden.
 
Preiserhöhungen findet man bei Ausgaben der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien, beim Deutschen Reich und auch bei den Besetzungs- ausgaben aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, außerdem haben auch gestempelte Danzig-Marken zum Teil kräftig im Preis angezogen. Besonders erwähnt sei das Danziger Markenheftchen 7, dessen Notierung gegenüber dem Vorjahr auf mehr als das Doppelte gestiegen ist. Ansonsten sind die Preise für die deutschen Sammelgebiete vor 1945 stabil.
 
Auch bei den Ausgaben ab 1945 kam es zu sehr

vielen, wenn auch überwiegend leichten Erhöhungen; bei Berlin (West) gilt das in erster Linie für sauber gestempelte Marken, und bei der Bundesrepublik Deutschland sind Preisanhebungen sowohl für postfrische als auch für gestempelte Briefmarken zu verzeichnen. Ab etwa Jahrgangsmitte 1980 betrifft das fast jede Marke. Besonders erwähnt seien die „Selbstkleber“, die zum Teil deutlich im Preis angezogen haben; die selbstklebenden Freimarken Bund MiNr. 2187–2189 sogar auf das Dreifache gegenüber dem Vorjahr! Insgesamt kann man die Marktlage weiterhin als stabil mit positiver Tendenz bezeichnen. Außerdem sind einige bisher noch nicht registrierte „nicht ausgegebene“ Marken dazugekommen, darunter auch die aktuelle „Hepburn“-Marke.